EatDOORI

Indisches Fast-Casual-Konzept begeistert

Indische Küche für die urbane Klientel: Das Konzept EatDOORI beweist, dass das ankommt.
Daniel Sax
Indische Küche für die urbane Klientel: Das Konzept EatDOORI beweist, dass das ankommt.

Die Geschichte von EatDOORI liest sich wie so viele Gründer-Storys heutzutage: Drei BWL-Studenten – Freunde und WG-Kumpels – haben keine Lust auf die klassische Karriere in Großkonzernen, sondern träumen stattdessen davon, ein eigenes Gastronomie-Konzept auf die Beine zu stellen und zu multiplizieren. 2015 wird der Traum wahr: Philipp Müller-Trunk, Kanwal Gill und Maximilian Wolf eröffnen ihr erstes Restaurant in Frankfurt. Inzwischen gibt es drei EatDOORI-Standorte im Rhein-Main-Gebiet.

Was war dabei die größte Herausforderung? „Die indische Küche ist auf den ersten Blick für viele wenig zugänglich“, erklärt Kanwal Gill. „Es ging darum, sie auch für westliche Gäste verständlich zu machen und Vertrauen zu schaffen.“ Authentizität war wichtig, ebenso wie ein einladendes Ambiente jenseits von verstaubter Folklore und Bollywood-Kitsch, „das die Leute buchstäblich in den Laden zieht.“ Die Botschaft: hochwertige Wohlfühlatmosphäre als Qualitätsversprechen in puncto F&B.
Der erste EatDOORI-Standort öffnete 2015 im Frankfurter Bahnhofsviertel
EatDOORI
Der erste EatDOORI-Standort öffnete 2015 im Frankfurter Bahnhofsviertel


Das Konzept: metropolentauglich, dem Fast-Casual-Prinzip gehorchend, mit nur wenig indischem Lokalkolorit, dafür einer offenen Küche (inklusive Tandoori-Ofen), vielen ‚rohen‘ Materialien wie Backsteinen, Holzpaletten und nackten Glühbirnen sowie einigen subtilen indischen Elementen. Dazu ein Bestellprinzip, bei dem die Gäste ihre Wünsche auf vorgedruckten Zetteln ankreuzen und diese dann mit Wäscheklammern an über die Tische gezogenen Leinen heften, wo der Service sie einsammelt.

eatDOORI
Start September 2015
Standorte 3 ( (2x F, 1 x MZ)
Mitarbeiter 70
F:B 70:30
Ø-Bon 15,5 €
Sitzplätze 75-120
www.eatdoori.com
Die Speisekarte funktioniert teilweise nach dem Baukastenprinzip: Eingeteilt in die Rubriken Starters, Street Food, Salad, Curry & Co, Vegetarian, Beilagen und Desserts passt das Angebot auf eine DIN A3-Seite. Bei den Currys lassen sich sechs Basis-Offerten mit fünf Protein-Toppings (Veggie, Paneer-Käse, Hähnchenbrust, Garnelen und Lamm) kombinieren. Zu den Signature Dishes zählen außerdem Chicken Tikka, Holy Paneer und Archari Subz sowie kleine indische Burger (Pav, vegetarisch oder Lamm), serviert mit Masala Fries, und drei verschiedene ‚Naanwiches‘ mit unterschiedlichen Chutneys. Das Preisband? Zwischen ca. 8 und 15 € für ein Hauptgericht.

EatDOORI: Indische Küche, modern interpretiert


Nach gut 2,5 Jahren am Markt und schon zwei weiteren Standorten in Frankfurt und Mainz ist der ‚Proof of Concept‘ gelungen. Jetzt geht es um den Aufbau der für das Wachstum notwendigen Strukturen. Der Anfang ist gemacht, einige potenzielle Standorte werden derzeit evaluiert. Ein Wachstum von etwa zwei Läden pro Jahr erscheint den Gründern realistisch: „ Unsere Vision lautet: eatDOORI in ganz Deutschland und auch im Ausland.“

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