Eckart Witzigmann Preis

Preis-Verleihung mit Fachsymposium

2020 lautet das Motto des kulinarischen Fachsymposiums rund um den internationalen Eckart Witzigmann Preis: "Neue Konzepte für eine neue Zeit".
Helge Kirchberger
2020 lautet das Motto des kulinarischen Fachsymposiums rund um den internationalen Eckart Witzigmann Preis: "Neue Konzepte für eine neue Zeit".

Die Eckart Academy will den Eckart Witzigmann Preis 2020 live verleihen. Am 6. September werden im Rahmen des angeschlossenen kulinarischen Fachsymposiums im Bozener NOI Techpark insgesamt sechs Preise feierlich überreicht.

„Wir konzentrieren uns auf das, was wir in den letzten Monaten am meisten vermisst haben: die persönliche Begegnung.“
Eckart Witzigmann
"Nicht ganz so nah, wie wir gerne möchten, aber vielleicht dafür um so herzlicher", betont der Namensgeber des internationalen Preises für besondere Leistungen im Bereich Ernährung und Kochen. Gemeinsam haben die Eckart Academy und Partner BMW beschlossen, dass das Event trotz Corona-Pandemie in einem offenen Live-Format stattfinden soll – mit Unterstützung des Landes Südtirol, namentlich Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Das Land Südtirol möchte mit der Veranstaltung besonders angesichts der massiven Einbußen der Gastronomie-Branche durch die Corona-Pandemie ein Signal für einen Neubeginn setzen. Unter eng abgestimmten Sicherheitsmaßnahmen sollen handwerkliche Qualität und Nachhaltigkeit wieder in den Fokus rücken.

Am 6. September werden Preise in 6 Preise verliehen:
  • Große Koch-Kunst
  • Innovation
  • Lebenskultur
  • Kreative Verantwortung
  • Sonderpreis kulinarische Nachhaltigkeit
  • Prix d'Exception

Blick nach vorn

Schon die Wahl der Location belegt die zukunftsorientierte Ausrichtung des Symposiums. Statt der bisher überwiegend historischen Veranstaltungsorte wie Schloss von Versailles, Spring-Studio in New York oder Schloss Schönbrunn in Wien, ist im Jahr 2020 der NOI Techpark Austragungsort des Fachsymposiums und Rahmen der Preisverleihung. Auf dem Gelände einer ehemaligen Aluminiumfabrik entstand 2017 eines der größten Innovationsviertel Italiens. NOI steht dabei für Nature of Innovation und kombiniert technologischen Wissenstransfer mit der Vernetzung von Unternehmertum, Forschung und Universität. Essenziell ist zudem die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Lebensmittelwirtschaft. In 16 Laboren und Pilotanlagen wird an Verarbeitungstechnologien geforscht – für mehr Nachhaltigkeit und Qualität.

Eckart Witzigmann: "Ohne das herausragende Engagement des Landes Südtirol und des NOI hätten wir diese Kraftanstrengung nicht stemmen können. Ich danke beiden ganz herzlich, dass sie uns so engagiert helfen. Ganz besonders freue ich mich, dass es Menschen an entscheidender Stelle gibt, die es verstehen, sowohl die Erfordernisse der Sicherheit – die auch für uns oberste Priorität haben – in Einklang zu bringen mit Leidenschaft und dem Bedürfnis nach echter Begegnung."

Kulinarisches Fachsymposium

Unter dem Titel "Neue Konzepte für eine neue Zeit" widmet sich das Bozener kulinarische Fachsymposium den Fragen: Wie ist die Lage aktuell einzuschätzen? Was lernen wir von der Vergangenheit für die heutige Zeit? Kommt uns billig teuer zu stehen und wie findet man vom Einfachen das Beste? Welche Konzepte tragen in diese neue Realität und welche Thematiken dürfen angesichts dieser Entwicklungen nicht außer Acht gelassen werden? "Nachhaltigkeit, Qualität und Verantwortung in der Ernährung waren mir schon immer wichtig. Aber was bedeutet das für jeden konkret, speziell in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen? Damit wollen wir auch in diesem Jahr eine Plattform etablieren und mehr Aufmerksamkeit und Breitenwirkung gewinnen", erläutert Witzigmann das Ziel des Fachsymposiums in Bozen. "Dem guten, verantwortungsvoll zubereiteten Essen zum Durchbruch verhelfen."
Über den "Eckart"
Verliehen wurde der Preis mit Namen Eckart erstmals im Jahr 2005. Seit 2012 sind die BMW Group und die Eckart Academy Partner und verleihen den Eckart Witzigmann Preis gemeinschaftlich. 2019 erhielt Franck Giovannini, CH-Crissier, den Eckart für große Koch-Kunst. Wolfgang Puck, Los Angeles, nahm den Eckart für Lebenskultur entgegen. 

Die Dotierung mit je 50.000 Euro soll das Renommee und die Bedeutung des Preises im absoluten Spitzenfeld internationaler Kulinarikpreise widerspiegeln. Mit der Summe sollen im Namen der BMW Group soziale und nachhaltige Projekte unterstützt werden, die auf den Vorschlägen der Preisträger beruhen. 
Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre befinden sich berühmte Köche wie Ferran Adrià, Alain Ducasse und Harald Wohlfahrt und Unternehmer aus dem Foodservice-Sparte wie Danny Meyer, aber auch Menschen aus völlig anderen Lebens- und Arbeitswelten wie etwa Prince Charles, Schriftsteller Günther Grass und Schauspielerin Martina Gedeck.


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