Energiepreise

So funktionieren Gas- und Strompreisbremse

Teuer-Schock: Strom- und Gastpreise explodieren derzeit und bereiten Unternehmern wie Endverbrauchern Sorgen.
IMAGO / blickwinkel
Teuer-Schock: Strom- und Gastpreise explodieren derzeit und bereiten Unternehmern wie Endverbrauchern Sorgen.

Gaspreisbremse, Strompreisbremse, Soforthilfe Dezember und Härtefall-Regelung. Blicken Sie noch durch, was jetzt in Sachen Energiekosten gilt? Eine praktische Übersichts-Seite des Bundeswirtschaftsministeriums klärt auf.

Wie angekündigt hat das Bundeswirtschaftsministerium nun ein FAQ zu den Höchstgrenzen nach § 18 EWPBG sowie den Selbsterklärungen nach § 22 EWPBG bzw. § 30 StromPBG veröffentlicht. Die FAQ findet sich hier in der rechten Spalte.

"Für unsere Branche ist insbesondere die beihilferechtliche Fragestellung zu Beginn (Frage 1) relevant", ordnet der DEHOGA Landesverband Bayern ein. "Bislang war auf EU-Ebene noch nicht abschließend geklärt, in welcher Höhe Beihilfen von mehr als 2 Mio. Euro nach dem Befristeten Krisen-Rahmen der EU förderfähig sind." Nach dessen Vorgaben gelte, dass Beihilfen bis 2 Mio. Euro bis zu 100 Prozent förderfähig sind, und diesen Betrag überschießende Beihilfen nur hälftig gezahlt werden können.

Jetzt schon ausrechnen

Wie sich die neuen Preisbremsen auf die Höhe der Abschläge für Strom, Gas und Fernwärme auswirken, können Haushalte mit Direktverträgen schon jetzt mit einem Online-Rechner ermitteln. Darauf hat am Donnerstag die Verbraucherzentrale NRW hingewiesen.

Beispiel Strom: "Wer zum Jahreswechsel eine Preiserhöhung bekommen hat und nun höhere Abschläge bezahlen muss, sollte wissen, dass die Abschläge ab März in vielen Fällen wieder niedriger werden", erklärte die Energiemarktexpertin der Verbraucherzentrale NRW, Christina Wallraf. "Denn wer aktuell mehr als 40 Cent pro Kilowattstunde für Strom zahlen muss, profitiert von der Preisbremse."

Hohe Abschläge in Januar und Februar

Für Januar und Februar würden zunächst hohe Abschläge fällig, da die Preisbremsen erst ab März die Abschläge reduzierten. "Die Preisbremsen gelten allerdings rückwirkend auch für Januar und Februar", betonte sie. Die Entlastung für die ersten beiden Monate bekämen Haushalte dann beispielsweise im März gutgeschrieben.

Um den Rechner für die Ermittlung der künftigen Strom-Abschläge zu nutzen, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher den aktuellen Bruttoarbeitspreis, den Grundpreis und die Jahresverbrauchsprognose kennen. Laut Verbraucherzentrale haben Energieanbieter die neuen Abschläge und die Entlastung durch die Preisbremse bis spätestens Ende Februar mitzuteilen.

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