Erlebnisgastronomie

Neues Konzept für die Jochen Schweizer Arena

Der Kaffee in der Jochen Schweizer Arena kommt künftig von einem Familienbetrieb in Kenia.
Jochen Schweizer Arena
Der Kaffee in der Jochen Schweizer Arena kommt künftig von einem Familienbetrieb in Kenia.

Die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen bei München lockt mit ihren Attraktionen wie Indoor-Bodyflying, Bungeejumping oder House Running laut Betreiber jedes Jahr Adrenalin-Junkies im hohen fünfstelligen Bereich. Jetzt bekommt der Gastronomiebereich Schweizer's Kitchen eine Generalüberholung.

Der sei in der Vegangenheit "etwas in den Hintergrund getreten", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Genau das habe auch Beat Ambord erkannt, Gastronomie- und Vermarktungsexperte und neben Etienne Herr federführender neuer Geschäftsführer der Jochen Schweizer Arena. Nun stellt er in enger Abstimmung mit Unternehmensgründer Jochen Schweizer das Gastronomiekonzept um. 

Jochen Schweizer Arena : Gastronomie komplett neu aufgestellt



Dabei wird die Umstellung den Beteiligten einiges abverlangen. "Wenn eingefahrene Routinen aufgebrochen werden sollen, dann ist das ein steiniger Weg", heißt es von Unternehmensseite. Und das gilt für alle Beteiligten. Alles war zu prüfen und mit Hinblick auf Nachhaltigkeit, moderne Gastronomiekonzepte und die Erwartungen der Gäste zu bewerten. Mitarbeitende waren gefordert, sich in neuen Standards zu bewähren, neue Köche braucht die Arena und im gleichen Zug muss jedes Gericht auf die Probe gestellt werden. Was gut ist, darf bleiben, was weniger gut ist, wird durch Neues ersetzt. Selbsterklärtes Ziel: eine Leuchtturm-Rolle im europäischen Markt der Erlebnisgastronomie.

Hohe Ansprüche

Wenn Beat Ambord von Exzellenz spricht, meint er nicht Dekadenz, sondern echte Erlebnisse, eben auch im gastronomischen Bereich. Seine Erfahrungen dafür hat er in Schweizer Touristenhochburgen wie St. Moritz, Saas-Fee oder Zermatt sammeln dürfen, wo er bisweilen ganze Destinationen in der Qualität der Vermarktung vom Kopf auf die Füße gestellt hat. 

An erster Stelle der Veränderungen steht immer der Mensch. Hier speziell die Köche, Beiköche und Hilfskräfte, die Mitarbeitenden im Service und selbstredend auch die Mitarbeitenden am Empfang und in der Verwaltung. Wenn ein solches Projekt gelingen soll, braucht es der Mitarbeit aller, die etwas mit Schweizer’s Kitchen zu tun haben, das reicht hin bis zu den Lieferanten.

Veränderungen Schritt für Schritt

Sichtbare Veränderungen hat es bereits gegeben. An einigen Stellen wird noch gewerkelt, werden Mobiliar und Technik umgestellt und die Prozedere des Gästeempfangs und einer aufmerksamen Bedienung der Restaurant-Gäste wird geübt. Das geht bis hin in den Außenbereich. Und Beat Ambord geht noch weiter: "Was wir in der Arena leisten können, das können wir auch draußen. Soll heißen, dass es die neuen Menüs und spezielle Weine, wie den Schweizer Petit Arvine und sogar echtes Schweizer Raclette mit der gesamten benötigten Ausstattung, künftig auch im Lieferservice geben wird."

Passend zum Namen werden echte Schweizer Spezialitäten in das neue Gastrokonzept eingebunden. So beispielsweise echtes Schweizer Handcraft Raclette, Käseplatten mit einer vielseitigen Mischung aus Schweizer Käse, dazu auch die handfesten Käse-Schnitten, oder das spezielle Fondue Chinoise. In der Schweiz stehen sogar Kühe, die von der Jochen Schweizer Arena eigens geleast wurden und die frische Milch für den echten Schweizer Käse liefern. Selbst Flambiertes wird es in "Schweizer’s Kitchen" geben.

Luxus-Eis im Angebot

Mit Giolito Oronero wird ein Eis der Spitzenklasse angeboten. Übrigens mit frischer Milch aus den Schweizer Alpen und direkt in der Jochen Schweizer Arena angefertigt. Entwickelt wurde Giolito Oronero von Prof. Dr. med. Hans Merki und der italienischen Gelato-Familie Ghisolfi.

Entstanden ist ein Eis, das weniger süß, dafür aber mit bis zu 70 Prozent Fruchtanteil absolut naturidentisch ist. Ohne chemische Zusatzstoffe, ganz ohne Aromen und ohne sinnlos untergemischte Luft kommen Milcheis und Sorbets in vielen Geschmacksrichtungen in die Waffel, oder in den Becher. Sogar ein Weißbier-Eis soll es geben, was die spezielle Lebensart der Bayern am Standort Taufkirchen bei München aufgreift. 

Auch beim Kaffee setzen die Betreiber auf einen neuen Standard. Wenn der Barista den Kaffee frisch aufbrüht und verfeinert, dann kommen die Bohnen dazu aus nachhaltigem Anbau in Kenia. Hier produziert ein kleiner Familienbetrieb auf eigener Plantage direkt für die Jochen Schweizer Arena. Die
handverlesenen Bohnen werden in geeigneten Kaffee-Röstereien speziell geröstet und treten dann ihre Reise nach München an.

Wok-Town – Moderne Küche mit dem Zeug zum Erfolgskonzept

Wok-Town ist weder ein Gericht noch ein Menü, sondern ein modernes Gastronomiekonzept, das den Erwartungen an eine moderne und schnelle Erlebnisküche in jeder Hinsicht genügen kann. Im Testlauf ist das Konzept Wok-Town in der Jochen Schweizer Arena und auch in Bern. Es hat das Potenzial, sogar ein Franchise-Konzept werden zu können.

An den Rezepten aus dem Wok-Town-Konzept fällt auf, dass alle Zutaten frisch zubereitet werden. Da gibt es keine Convenience-Produkte, nichts aus der Tüte und schon gar nicht irgendwelche künstlichen Geschmacksverstärker. 100 Prozent Natur könnte auch hier die Überschrift sein, wobei auch Vegetarier und Veganer mit Wok-Town auf ihre Kosten kommen.

Wer bei Wok-Town ausschließlich an asiatische Gerichte denkt, darf sich gerne eines Besseren belehren lassen. Das Wok-Town-Konzept schließt eine schnelle, natürliche und vor allem frische Küche ein. Wok- Town repräsentiert laut Betreiber eine gehobene Küche, die dennoch schnell und schmackhaft zubereitet ist.

Beispiele dafür können perfekt gegrilltes Fleisch mit einer ausgezeichneten saftigen Textur und schöner Kruste genauso sein, wie auch ein Sauerklee-Sorbet auf einem Bett von frischen Beeren mit Crumbles und essbaren Blüten. 

Neuer Küchenchef für Wok-Town

"Neue Entwicklungen brauchen oftmals auch neue Köpfe", so das Unternhemen. So auch in Schweizer’s Kitchen, wo mit Thomas Windolf der neue Küchenchef die Kelle schwingt. Umfangreiche Erfahrungen aus einer Liste hervorragender und auserlesener Restaurants und Hotels in Deutschland, in der Schweiz und selbst auf den Bermudas zeichnen den Werdegang von Thomas Windolf aus. 

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