Europa-Park / Re-Start

Startschuss mit 10.000 Besuchern

Thomas Mack, Geschäftsführer des Europa-Park, blickt zuversichtlich auf die Zeit nach überstandenem Lockdown.
© Europa-Park
Thomas Mack, Geschäftsführer des Europa-Park, blickt zuversichtlich auf die Zeit nach überstandenem Lockdown.

Ab heute darf der Europa-Park seine Tore öffenen. Der Corona-Shutdown hat Deutschlands größten Freizeitpark hart getroffen. Geschäftsführer Thomas Mack spricht über die zurückliegenden Wochen, den Re-Start des Parks und digitale Entwicklungen.

Das Video-Interview mit Thomas Mack zum Re-Start des Europa-Parks erschien zuerst in unserer Schwesterpublikation ahgz.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind im Europa-Park deutlich zu spüren: Rund 2.000 Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt und Investitionen von rund 40 Mio. Euro gestoppt. Insgesamt ist dem Freizeitpark während der zurückliegenden Monate ein Umsatz von rund 100 Mio. Euro weggefallen. Zudem musste die just eröffnete Wasserwelt Rulantica (200 Mio. Euro Investition) ihre Pforten schließen.

Dennoch blickt Geschäftsführer Thomas Mack im Interview einigermaßen positiv in die Zukunft. Kredite werden nicht benötigt, das Unternehmen sei gesund. "Wir glauben, dass wir auch ein Stück weit aus der Krise profitieren können", so Thomas Mack. Kurzurlaube in Deutschland könnten etwa eine Renaissance erfahren.

Hotels starten mit 60 Prozent

Zunächst wird der 90 Hektar große Park nun also am heutigen Freitag mit etwa 10.000 Besuchern an den Start gehen. "Wir könnten zwar aufgrund unserer Größe 30.000 Menschen in den Park lassen, die Sicherheit steht jedoch an erster Stelle", sagt der Geschäftsführer. Auch die Hotels im Park starten zunächst mit einer Auslastung von 60 Prozent, in der zweiten Pfingstwoche wird auf 80 Prozent erhöht.

Der Europa-Park werde die Besucherzahlen in enger Abstimmung mit den Behörden langsam erhöhen. Auf dem Gelände herrscht eine Abstandspflicht, zudem müssen Besucher in geschlossenen Räumen und beim Achterbahn-Fahren einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Tickets nur online

Der Ticket-Kauf findet derzeit ausschließlich online statt. Und der Ansturm sei laut Thomas Mack in den ersten Tagen so enorm gewesen, dass die Server des Parks zusammengebrochen seien. Allein in den ersten drei Tagen konnte der Park 50.000 Tickets verkaufen, insgesamt sind bereits jetzt schon laut Badische Neueste Nachrichten für diese Saison 2,5 Mio. Karten verkauft worden.

Generell hat der Park einen weiteren Schritt in die digitale Welt geschafft: Mit einer sogenannten Social-Distancing-App können Besucher die Abstandsregelungen einhalten, mit einer anderen App Schlangen an den Fahrgeschäften vermeiden.

Die Wasserwelt Rulantica muss indess auf einen Re-Start warten. Doch zeigt sich Thomas Mack zuversichtlich, dass auch hier bald wieder durchgestartet werden kann. Signale von Seiten der Behörden habe es jedenfalls bereits gegeben.

Eine Analyse der ersten Tage nach dem Re-Start des Europa-Parks lesen Sie am Donnerstag nach Pfingsten exklusiv bei FOOD SERVICE.


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