FairMeals

Start-up gegen Lebensmittelverschwendung

Das Team hinter der Plattform Fairmeals rund um Gründer Dr. Christian Wimmler (2.v.r.)
Fairmeals
Das Team hinter der Plattform Fairmeals rund um Gründer Dr. Christian Wimmler (2.v.r.)

Gegen Lebensmittelverschwendung, win-win für Gastronomien und Kunden. Das ist der Grundgedanke hinter der Plattform fairmeals.de des Social Start-ups Just B-D. Bislang in Deutschland nur in Leipzig, doch das soll sich bald ändern.

Seit Anfang 2018 ist die Website des deutsch-portugiesischen Unternehmens für Deutschland online. Hier können Kunden bei ausgewählten Restaurants überschüssiges Essen reservieren und abends zu bestimmten Uhrzeiten abholen. Mit dieser Idee im Hinterkopf gründete Dr. Christian Wimmler das Start-up. Man wolle Lebensmittelverschwendung minimieren, für Kunden und Gastronomien einen Mehrwert schaffen und dabei Gutes tun, sagt Marco Schnell, Head of Marketing and Communications für Deutschland.

Bislang ist FairMeals in Leipzig und Porto mit jeweils etwa sieben bis acht Testgastronomien vertreten. Diese Zahl wolle man 2018 zügig auf etwa 20 bis 30 ausbauen und dann in weitere Städte expandieren. In Deutschland habe man momentan vor allem ostdeutsche Großstädte im Visier, sagte Schnell. Außerdem sei eine App für Android und iOS in Planung.

FairMeals soll laut Schnell eine Plattform sein, um Verbraucher und Kunden zusammenzubringen. Davon sollen beide profitieren: Kunden bekommen hochwertiges Essen zum niedrigen Preis, Gastronomen haben weniger Warenüberschuss. FairMeals kassiert vom Verkaufspreis über die Plattform einen prozentualen Anteil.

Unterschiede zu Too good to go

Generell verfolgt FairMeals damit einen ähnlichen Ansatz wie die Essensretter-App Too good to go. Allerdings gebe es einige Unterschiede, sagt Schnell. So zahlen Kunden bei fairmeals nicht an das Unternehmen, sondern direkt an die Gastronomen. Auf der Plattform erfolgt sozusagen eine verbindliche Reservierung der Gerichte. Der Kunde zeigt dann im Restaurant einen generierten Code vor, bekommt sein Essen und bezahlt direkt vor Ort. Der Gastronom hat den Umsatz also direkt in der Kasse und bekommt von FairMeals am Monatsende eine Rechnung. Zudem bekommt er eine ausführliche Auswertung über die bei ihm bestellten Gerichte.

Ein weiterer Unterschied ist laut Schnell, dass Gastronomen bei FairMeals keine Überraschungsboxen, sondern konkrete Gerichte einstellen. Der Kunde soll also schon bei Bestellung genau wissen, was er bekommt. Außerdem spendet FairMeals einen prozentualen Anteil der eigenen Einnahmen für sozial karitative Organisation rund um das Thema Hunger und Ernährung.

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