Filmcatering/Lindenstraße

"Ich brauche keine großen Fleischportionen"

Seit dem Start dabei: Marie-Luise Marjan als "Mutter Beimer".
WDR/Steven Mahner
Seit dem Start dabei: Marie-Luise Marjan als "Mutter Beimer".

Seit Start der Fernsehserie "Lindenstraße" im Dezember 1985 spielt Marie-Luise Marjan die Rolle der Helga Beimer. Die Schauspielerin über das Essen am Filmset.

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Was ist Ihr Gesamteindruck, wenn es um das Thema Essen und Trinken am Filmset geht?
Marie-Luise Marjan:
Wenn der Produktionsleiter eines Films eine Affinität für gutes Essen hat, ist auch die Versorgung am Set gut. Wenn nicht, kann es da sehr lieblos zugehen. Insgesamt bin ich aber generell zufrieden mit dem, was in punkto Verpflegung geboten wird.


Was war Ihr bisher positivstes Erlebnis am Set?
Wir haben bei der 'Lindenstraße' großes Glück, weil es vor Ort in Köln-Bocklemünd eine kleine eigene Kantine gibt. Dort kochen zwei Köchinnen an den Drehtagen immer zwei verschiedene Gerichte frisch für die Crew, ein vegetarisches und eins mit Fleisch – und das täglich für 50 Personen. 

Familie Beimer am Esstisch. Ganz so sieht das Catering am Set nicht aus.
WDR/Lindenstraße
Familie Beimer am Esstisch. Ganz so sieht das Catering am Set nicht aus.
Wie geht man auf Sonderwünsche ein?
Meist überraschen sie uns, aber wenn jemand einen bestimmten Wunsch hat, dann bauen sie den in ihre Speiseplanung ein. Sie kochen sehr bodenständig, zum Beispiel Grünkohl mit Wurst oder Quark mit Pellkartoffeln, freitags gibt es immer Eier- und Fischgerichte.

Zur Person
Seit der Erstausstrahlung der Fernsehserie "Lindenstraße" im Dezember 1985 spielt Marie-Luise Marjan die Rolle der Helga Beimer. Die Schauspielerin ist vielseitig aufgestellt und engagiert sich auch sozial, seit 1990 bei Unicef und beim Kinderhilfswerk Plan International. Zudem gründete sie die Marie-Luise-Marjan-Stiftung, die weltweit Projekte zur Unterstützung bedürftiger Kinder, insbesondere benachteiligter Mädchen, fördert. Zu ihren zahlreichen Ehrungen gehören das Große Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, der Verdienstorden des Landes NRW und, passend zum Thema, der Pfälzer Saumagen-Orden der Karneval- und Tanzsport-Gesellschaft Schlotte, der hochrangigen Politikern und Künstlern verliehen wird, darunter Helmut Kohl, Malu Dreyer und Gunther Emmerlich.
Was war das Schlimmste, das Sie je vorgesetzt bekamen?
Gulasch mit viel fettem Fleisch bei einer Produktion im Ausland. Da sind meist die Essgewohnheiten der Landesküche ausschlaggebend. Aber es wird ja niemand gezwungen, etwas zu essen. Meist merkt man, ob ein großer Caterer das Essen liefert oder ein kleiner Küchenbetrieb, der individuell kocht.
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