Newcomer-Preis

Algen-Smoothie-Eis? Lecker!

Die Formel für leckere Algen-Erlebnisse: Ih! Ah!, Oh! Ih, wie eklig, ah, wie lecker, oh, wie nachhaltig.
Henky Photography
Die Formel für leckere Algen-Erlebnisse: Ih! Ah!, Oh! Ih, wie eklig, ah, wie lecker, oh, wie nachhaltig.

Nicht nur klimafreundlich und nährstoffreich, Algen können auch lecker sein. Zumindest wenn das Start-up Whapow sie zum Trend-Food verzaubert. Dieser Meinung war die Mehrheit der snack'19-Teilnehmer am 28. August im Rhein Main Congress Center Wiesbaden. Sie kürten das Konzept zum Newcomer-Sieger des Events der dfv Conference Group.

„Wir freuen uns sehr, dass unser nachhaltiges, klimafreundliches Produkt auf der snack'19 so viele Menschen überzeugen konnte – geschmacklich als auch hinsichtlich der Markttauglichkeit.“
Eskil Puhl, Mitbegründer Whapow, Hamburg
Die Whapow-Gründer Derek Blitz, Maurice Pfleiderer, Ingo und Eskil Puhl haben keine kleine Mission: Sie wollen die Welt gesünder machen – mit Lebensmitteln, deren Produktion fair mit Tier, Mensch und Umwelt umgeht. Ihr Trendprodukt im aktuellen Lifestyle-Design: der Whapow Greenergizer, mal mit Passionsfrucht und Mango oder mit Banane und Rohkakao. Immer zum vielfältigen Mix-Einsatz mit diversen gesunden Köstlichkeiten. "Ökostrom zum Trinken", nennt Mitgründer Eskil Puhl die Algen. "Das Lebensmittel ist pure, gespeicherte Sonnenenergie."
Mit leckeren, klimafreundlichen Algen-Produkten hat das Start-up Whapow den Snack'19-Newcomer-Preis gewonnen. Glücklicher Preisträger: Eskil Puhl auf der Bühne.
Anne Orthen
Mit leckeren, klimafreundlichen Algen-Produkten hat das Start-up Whapow den Snack'19-Newcomer-Preis gewonnen. Glücklicher Preisträger: Eskil Puhl auf der Bühne.
Whapow ist, was der Konsument daraus machen möchte. 31 Prozent der Menschen, die den Whapow Greenergizer probiert haben, essen ihn wie ein Eis, hat das Start-up ermittelt. 39 Prozent der Fans mixen Whapow lieber zum grünen Smoothie. 30 Prozent mögen beide Varianten. Auch Müsli und Joghurt passen gut zum hippen Algensaft.

Impact-Food mit I-A-O-Effekt

Hochwertige, frische Lebensmittel mit hohem sozial-ökologischem Anspruch definieren die Whapow-Erfinder als Impact-Food – Lebensmittel mit Wirkung. Die Überzeugungsformel der Food-Missionare "I –A – O" erläutert der glückliche Sieger dem snack'19-Publikum als er den Preis auf der Bühne entgegen nimmt: "Ih, wie sieht das aus!" Nach dem Probieren: "Ah, wie lecker", mit allen Informationen: "Oh, wie nachhaltig!"
Hauptzutat des Greenergizers sind Mikro-Algen wie zum Beispiel die Spirulina. Eine Süßwasseralge, die ohne Jodüberdosis (bei manchen Meeresalgen der Fall) viele Nährstoffe und cholesterinfreie Proteine bietet. Hinzu kommen die Vitamine A, C und B2 sowie Mineralien. Außerdem verdoppelten diese Algen ihre Biomasse in drei Tagen, brauchen für 1 Kilo Algen nur 15 Liter Wasser und keine nennenswerte Anbaufläche, so die Information. Bäume und Boden bleiben unberührt. Hinzu kommt, dass die Algen Sauerstoff produzieren und CO2 binden. Bereits 1974 auf der "World Food Conference" bezeichneten die UN Spirulina als bestes Lebensmittel der Zukunft und unterstrichen diese Aussage in den 1990er Jahren erneut, wissen die Whapow-Erfinder zu berichten.

Collaboration for Impact

Zur Philosophie der vier Unternehmer gehört auch, dass die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen entscheidend für den Erfolg ist – für den Einfluss auf eine weniger Menschen- und Umwelt-schädigende Ernährung. In den vergangenen zwei Jahren hat Whapow mehrere neue Produkte entwickelt und zertifizieren lassen. So wird das Sortiment in Kürze deutlich erweitert werden und mehr Algen-Trendfood lieferbar sein.
Andrang am Stand der leckeren Algen.
Anne Orthen
Andrang am Stand der leckeren Algen.
Über Whapow
Whapow ist ein deutsch-asiatisches Food-Startup mit Sitz in Bangkok und Hamburg. Anfang 2017 von Derek Blitz, Maurice Pfleiderer, Ingo und Eskil Puhl gegründet.
Neun Einzelhändler, darunter ein veganer Metzger, haben die Spirulina-Grundprodukte bis dato im Sortiment. Ansonsten kauft man online von der Homepage, die viele praktische Tipps und Rezpete bietet. Das Obst und Gemüse stammt kaut eigenen Angaben von Kleinfarmer-Betrieben, die sich über Whapow Zugang zu neuen Märkten erschließen können. Im Unternehmen ist man überzeugt, dass auch das Einfrieren von Obst und Gemüse seine Berechtigung hat, wenn dadurch reifes Obst vor dem Wegwerfen bewahrt wird sowie Aroma und Inhaltsstoffe erhalten bleiben.




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