Food Trends

Hanni Rützler: Was wichtig wird

Hanni Rützler ist eine Expertin in Sachen Food Trends.
Thomas Wunderlich
Hanni Rützler ist eine Expertin in Sachen Food Trends.

Nicht nur wo und wann, sondern auch was wir künftig essen wollen und warum: Food Trends versprechen Aufschluss. Food-Expertin Hanni Rützler klärt uns auf. Dieser Text ist ein Exzerpt, die ausführliche Version lesen Abonnenten in der September-Ausgabe der foodservice.

Nie war das Interesse an Food Trends größer als heute. Das hat nicht nur mit dem rasant gewachsenen Veränderungstempo zu tun. "Kommt Zeit, kommt Rat"? Von wegen, just in time ist das Gebot der Stunde. Es hat auch mit der wuchernden Vielfalt von Ess-Stilen zu tun – auf welche lässt sich bauen? Und mit einem gesättigten Markt, wo die Nachfrage ungeduldiger Konsumenten und nicht das Angebot der Produzenten den Ausschlag über Erfolg oder Misserfolg gibt.

Fünf Thesen bringen die wichtigsten Food Trends und den Wandel der Esskultur seit Ende des letzten Millenniums auf den Punkt.

1. Das Ende der Massenprodukte, wie wir sie kennen

Natürlich sind große, weltweit bekannte Markenprodukte nach wie vor stark im Gedächtnis der Konsumentengespeichert. Aber der grundlegende Paradigmenwechsel weg vom Massenkonsum und der Massenfertigung hin zu immer individuellerem Konsum und differenzierteren Angeboten hat zur Folge, dass vor allem Nischenmärkte zusehends an Bedeutung gewinnen.

Konsumenten reagieren dankbar auf dieses vielfältigere, individuellere Angebot, weil Essen, wirksamer als Musik oder Kleidung, zum neuen Ausdrucksmittel der eigenen Persönlichkeit geworden ist. Wir definieren uns mehr und mehr darüber, was wir essen – und vor allem, was wir nicht essen. 

2. Die neue Rolle der Ethik und Ökologie

Zwar lässt sich über Nachhaltigkeit und wie sie am besten in der Praxis umzusetzen ist, trefflich streiten. Doch immer mehr Menschen wurde in den letzten Jahrzehnten klar, dass sich auch beim Umgang mit unseren Lebensmitteln etwas ändern muss, um die immensen Mengen, die jährlich einfach im Müll landen, zu reduzieren.

3. Die kopernikanische Wende in unserer Esskultur

Schon seit mehr als zwei Dekaden dreht sich der Diskurs um ,richtiges‘ Essen, vor allem um Gemüse. Aber solange sich bei der Pflanzenkost kein kulinarischer Mehrwert einstellen wollte, hielt sich die Begeisterung der Konsumenten in Grenzen. In den letzten Jahren hat aber nicht nur die Sterne-Küche gezeigt, welch großes geschmackliches Potenzial in pflanzlichen Produkten schlummert. Auch der kulinarische Einfluss nah- und fernöstlicher sowie mediterraner Küchen, in denen Gemüse immer schon eine gewichtige Rolle spielte, und – last but not least – der Veganismus haben zur deutlichen Aufwertung der Pflanzenkost beigetragen.

Hanni Rützlers weitere Punkte und ausführliche Beschreibungen der genannten Trends lesen Kombi- und Digital-Abonnenten in der Septemberausgabe der foodservice. Kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.




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