Frankfurter Preis 2021

Bühne frei … für Spitzenperformer

Die Träger des Frankfurter Preises 2021 – Großer Preis der deutschen Gemeinschaftsgastronomie.
Thomas Fedra
Die Träger des Frankfurter Preises 2021 – Großer Preis der deutschen Gemeinschaftsgastronomie.

Eine Branche feiert ihre Besten. Die "schönste Veranstaltung unseres Wirtschaftszweiges, live und in Farbe", ging am Abend des 11. Oktober in der Event-Location Flora in Köln über die Bühne: die Verleihung des 15. "Großen Preises der deutschen Gemeinschaftsgastronomie".

 

Markus GottaGeschäftsführer dfv Mediengruppe Frankfurt am Main, betonte in seiner Begrüßung, dass "die weltgrößte Ernährungsmesse Anuga und unsere Preisverleihung, unterstützt von der Köln Messe, großartige Plattformen für Austausch und Inspiration" bieten.

Mit dem Blick nach vorn bezeichnete auch Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, in seinem Grußwort die Partnerschaft als "hervorragend, sowohl im Hinblick auf die Zielgruppen als auch hinsichtlich der Inhalte und Themen".

Der Dreiklang zukunftsgerichteter Konzepte, kundennahem Wirtschaften und erfolgreichem unternehmerischem Handeln stehen beim "Frankfurter Preis" im Vordergrund. Stellvertretend für die Gesellschaft für Dienste im Alter mbH – GDA, die Klüh Catering GmbH, und die gastromenü GmbH – Manufaktur & Catering, nahmen Mark-Erich Volker, Thorsten Greth, Robin Krielke und Heiner Temme sowie Thomas Eifert im festlich dekorierten Saal Urkunden und Trophäen entgegen. Die 200 geladenen Gäste, Branchenprominenz aus den Bereichen Business, Health und Care, feierten die Besten der Branche stimmungsvoll – getragen vom Gedanken, nach Monaten der Pandemie und des Lockdowns endlich wieder Gemeinschaft live on stage zu erleben.

Wegweisende Konzepte gewürdigt

 
Die Juroren um Burkart Schmid, Chefredakteur der Wirtschaftsfachzeitschrift gv-praxis (dfv Mediengruppe) honorierten zukunftsweisende konzeptionelle wie unternehmerische und persönliche Leistungen im Markt der Gemeinschaftsgastronomie. Spannende Impulse gab zuvor Prof. Dr. Torsten Olderog von der AKAD University Stuttgart in seiner vielschichtigen Key Note "CHANGE - was die Zukunft alles anrichtet". Dabei rückte er Argumente aus vier Segmenten in den Fokus: Gesundheit und Digitalisierung, Umwelt/Klima und Globalisierung. Anschließend servierte die Crew von Kirberg Catering "Heimatküche deluxe", darunter Steinpilzravioli, Flanksteak und butterzarte Bäckchen vom Jungrind. Vegetarier schlemmten Braten von Feld- und Waldfrüchten mit Knödeln und Wurzelgemüse.

Auf die Vergabe der drei gleichberechtigten Preise hatten sich die Jury-Mitglieder laut Schmid "nach intensiven Diskussionen" geeinigt. Bewerben kann man sich um den Frankfurter Preis übrigens nicht, vorschlagsberechtigt sind ausschließlich Mitglieder der Jury.

Stolz, dankbar, zukunftsorientiert

Nach der Laudatio auf sein Unternehmen bedankte sich Mark-Erich Volker, Abteilungsdirektor Non-Care der Gesellschaft für Dienste im Alter mbH – GDA mit Sitz in Hannover, für die Auszeichnung mit bewegten Worten: "Unser größter Lernerfolg ist, dass wir neben den neuen Speisekonzept auch das der Genusskultur gestartet haben." Die nächsten Ziele sind gesteckt: Geplant ist ein Workshop, der das Konzept zukunftssicher macht und noch mehr vegane und vegetarische Komponenten berücksichtigt. "Mit unseren kulinarischen Erkenntnissen sind wir also noch lange nicht fertig", so Volker.

Auch Thorsten Greth, Geschäftsführer bei Klüh Catering in Düsseldorf, gab sich kämpferisch: "Uns ist bewusst, dass wir uns in einem stark preisgetriebenen Markt Health-Care bewegen, aber nur eine ausgewogene Verpflegung fördert nachweislich die Genesung von Patienten. Deshalb müssen wir ihnen bieten, was sie sich auch sonst wünschen. Unser Gesundheitskonzept Pflanzenkraft nutzen bereits 30 bis 35 Prozent."

Sehr emotional trug Laudator Stefan Lehmann die Begründung zur Auszeichnung des Ulmer Familienbetriebes  gastro menü GmbH – Manufaktur & Catering vor und bat Edith und Thomas Eifert auf die Bühne. Das Paar führt das Unternehmen gemeinsam, sie als kaufmännische Leiterin, er als Geschäftsführer. Für beide muss es laut Thomas Eifert von "allem immer das Beste sein. Der zweite Sieger wäre für uns einer zu spät!" In seinen Dank schloss der Firmenchef das gesamte Unternehmen ein. "Familie war und ist für uns sehr wichtig – wir haben diese um unsere Mitarbeiter erweitert. Ohne sie wären wir nicht das, was wir heute sind, und schon gar nicht hier."

Gala auf höchstem Niveau

Das wohl größte und verdientermaßen "dicke Dankeschön", wie Co-Moderatorin Claudia Zilz, Redakteurin der gv-praxis, verkündete, ging an die gesamte Crew der Organisatoren des Events, auch an die Köln Messe und nicht zuletzt an die schwarze und weiße Brigade von Kirberg Catering um Projektleiter Patrick Salomon, die vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf und kulinarische Höhepunkte gesorgt hatten.

Frankfurter Preis 2021: Stimmen zur Gala


Nach dem Festmenü und der Preisverleihung, mit Verve und Dynamik moderiert von Burkart Schmid und Claudia Zilz, startete das Get-together. Und wie nicht anders zu erwarten, klang die Party erst weit nach Mitternacht stimmungsvoll aus.  

Mit dem Frankfurter Preis – Großer Preis der deutschen Gemeinschaftsgastronomie können alle zwei Jahre bis zu fünf Firmen und Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich um die Gemeinschaftsgastronomie in besonderem Maße verdient gemacht haben. Die Auszeichnung gilt einer unternehmerischen oder persönlichen Leistung, die geeignet ist, im Markt neue Impulse, bessere Marktdurchsetzung und eine Branchen-Profilierung auszulösen und langfristig erfolgreich zu sichern.

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