Frauennetzwerk Foodservice

32 Frauen, 1 Ziel!


Gretel Weiß (li.) und Annette Mützel hatten zum Regionaltreffen des Frauennetzwerkes Foodservice nach Frankfurt am Main geladen: zum Unternehmerpaar Antje (hinten li.) und Gregor Meyer ins KochWerk. 32 Teilnehmerinnen kamen zum Kochen und Netrzwerken.
Gretel Weiß
Gretel Weiß (li.) und Annette Mützel hatten zum Regionaltreffen des Frauennetzwerkes Foodservice nach Frankfurt am Main geladen: zum Unternehmerpaar Antje (hinten li.) und Gregor Meyer ins KochWerk. 32 Teilnehmerinnen kamen zum Kochen und Netrzwerken.

32 Verantwortliche der Gastro- und Zulieferbranche trafen sich zum Chefinnen Table im KochWerk in Frankfurt. Der fachliche Austausch begann mit einer Speed-Vorstellungsrunde und wurde beim gemeinsamen Zubereiten der Vorspeisen sowie beim Dinner individuell vertieft. Im Fokus stand zudem das Unternehmerpaar Antje und Gregor Meyer mit seinem Meyer-Marken-Portfolio und spannenden Einblicken in die wichtigsten Entwicklungsphasen des Multikonzept-Unternehmens (Bildergalerie von Gretel Weiß).

Die frühere Vorstandsvorsitzende des Frauennetzwerkes, Annette Mützel, und Gretel Weiß hatten zum Regionaltreffen nach Frankfurt am Main eingeladen und als Veranstaltungsschauplatz eine der schönsten Gastro-Terrassen der Stadt gewählt: die Location KochWerk cooking & conference, ein Meyer-Betrieb, im Stadtteil Sachsenhausen mit grandiosem Blick auf der Skyline der Mainmetropole.

Speed-Vorstellungsrunde als Initialzündung

Um das Netzwerken und den fachlichen Austausch zu erleichtern, erhielt jede der über 30 Teilnehmerinnen aus der Foodservice-Branche zu Beginn des Abends eine Minute Zeit, sich und ihr Aufgabenspektrum zu präsentieren. Sowie zu berichten, was sie antreibe und wo die derzeit größten Herausforderungen liegen, so Annette Mützels Bitte.

Frauennetzwerk Foodservice : Netzwerken beim Kochevent


Herausforderungen der Foodservice-Branche

Hier die wichtigsten der genannten Herausforderungen der Frauennetzwerk-Vertreterinnen auf einen Blick:
„Harte“, unternehmensbezogene Challenges. Digitalisierung im Unternehmen und mit Lieferpartnern bzw. Kunden. Change- und Umstrukturierungs-Prozesse. Entwicklungspotenziale aufspüren und ausschöpfen. Qualitätssicherung auf Produkte bezogen sowie Qualitätssicherung beim Wachstum per Franchise. Neue Standorte sichern, Expansion. Anforderungen unterschiedlicher Ländermärkte.
„Weiche“, menschliche Herausforderungen. Stammgäste-/Kundenbindung in der Systemgastronomie. Mitarbeiter-Recruiting und -bindung. Arbeitgebermarke präsentieren, profilieren und positionieren. Teambuilding. Unternehmens-Identität sichern und pflegen. Zusammenarbeit mit männlichen Kollegen im Top-Management. Nachhaltigkeits-, Gesundheits- und Customizing-Ansprüche der Gäste und Kunden erfüllen.

Miteinander kochen und netzwerken

„Herzlich willkommen im KochWerk, einem der attraktivsten Festplätze in Frankfurt am Main. Es soll ein ganz besonderer Abend an diesem wunderschönen Event-Standort werden. Auch hier und heute dreht sich alles um Gastronomie – sie ist das öffentliche Wohnzimmer unserer Gesellschaft“, mit diesen Worten leiteten Gretel Weiß und Annette Mützel über zum kulinarischen und netzwerkintensiven Part des Abends. In zwei Gruppen wurden die beiden Vorspeisen unter fachlicher Anleitung des Köcheteams – und von intensiven Gesprächen begleitet – von den Teilnehmerinnen eigenhändig zubereitet.

Sobald im Anschluss alle an der, mit Blumen-, Zitronen- und Peperoni-Arrangements dekorierten, langen Tafel Platz genommen hatten, lieferte ein Vortrag des Hausherrn Gregor Meyer wichtige Impulse und Einblicke ins Familien-Unternehmen Meyer – von Antje und Gregor in dritter Generation geführt.
Über Frauennetzwerk Foodservice und Regionaltreffen
Das Frauennetzwerk Foodservice hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Foodservice-Branche zu verbessern. Dies soll durch einen intensiven fachlichen Austausch und gezielte Förderprogramme, wie zum Beispiel ein Cross-Mentoring-Programm, geschehen. Erst im April 2019 fand das 6. überregionale Frauenforum-Foodservice mit 200 Teilnehmerinnen statt. Für das kommende Jahr ist eine 7. Auflage des Kongresses geplant. Neuer Termin: 14. Mai 2020, dann in Köln!
Übrigens: Die Regionaltreffen sind ein wichtiges Bindeglied um vor und nach dem Frauenforum Foodservice den Kontakt zu den Mitgliedern aufrecht zu erhalten und gemeinsame Themen aktiv voranzutreiben. Bereits mehrmals stattgefunden haben die Treffen in München, Hamburg, Berlin und Frankfurt. Weitere Termine werden bald verkündet.

Das Unternehmen Meyer Catering & Feinkost

„Als wir für unser Unternehmen, damals die Familie Willi Meyer, 1998 den Hamburger Foodservice Preis in Empfang nahm, war ich, der gelernte Koch aus einem relativ kleinen Frankfurter Gastro-Unternehmen, noch recht unerfahren und sehr unvernetzt“, gibt Gregor Meyer offen zu. Damals habe er rasch begriffen, wie wichtig es ist, Kontakte in der Branche zu knüpfen und sich zu vernetzen.

Stammhaus der Premium-Marke Meyer sei nach wie vor die Metzgerei Meyer (vom Großvater gegründet und Vater weiter geführt, beide Metzger) in bester Lage auf der Schweizer Straße im Stadtteil Sachsenhausen, „hier bin ich geboren“: mit Mittagstisch und Gerichten bzw. Delikatessen zum Mitnehmen, nicht nur in den 90iger Jahren eine Top-Adresse. 1993 kam auf der innerstädtischen Fressgass ein Straßenverkauf hinzu, auf 18 Quadratmetern mit zehn Verkäuferinnen.

Einige Jahre später wurde das Meyers Fullservice-Restaurant, ebenfalls auf der Fressgass, eröffnet, eine bekannte Fine Dining-Location der Bankenstadt. „Frankfurts Ruf als Finanzmetropole und die Finanzwelt sind sehr wichtig für die Gastronomie, für den Lifestyle und das Mindset, wie etwa in London.“ Doch die Banken haben wie auch die Automobilwelt immense Veränderungen vor sich. „Wir Foodies sind der letzte analoge Bereich und werden es bleiben.“ Denn eines der Highlights der Gastronomie sei es, dass Menschen miteinander zu tun haben.

Meyer definiert sich als regionales Gastro-Unternehmen mit Wachstum in und um die Bankenstadt: Vier Units am Frankfurter Airport zählen unter anderem neben zwei Feinkost-Läden und drei Restaurants inzwischen zum Unternehmen. Dazu Catering, Kochschule, ein Ruderclub und einige Event-Locations. Im KochWerk, das seit zwölf Jahren besteht, wird für alle produziert. Im jüngsten Top 100 Ranking von foodservice ist Meyer Catering & Feinkost mit einem Netto-Umsatz von 26,6 Mio. Euro 2018 und 14 Units auf Rang 98 vertreten.
„Die Kochschule haben wir aufgebaut, weil miteinander zu kochen ein Erlebnis bietet, das zählt und wir von dieser Idee begeistert sind.“
Gregor Meyer, Inhaber Meyer Catering & Feinkost

Abschließend gab Gregor Meyer den Zuhörerinnen mit auf den Weg: „Wir brauchen das Netzwerken, um Energie zu tanken, Energie auszutauschen und uns zu verbinden!“ Und das war es dann auch, was den Abend ausmachte: Die Foodservice-Frauen aus unterschiedlichsten Unternehmen – von Haferkater, Green Karma und Ikea bis zu Konzernen wie Coca-Cola, Unilever und Nestlé – nutzten den Anlass intensiv, um über ihre Positionen, besondere Herausforderungen und gesteckte Ziele zu fachsimpeln. Ein hochgradig interaktives Event voller guter Fragen und noch besserer Antworten!

Weitere Informationen zur Arbeit des Netzwerks gibt es auf www.frauennetzwerk-foodservice.de.

stats