Frittenwerk

"Aufbruchstimmung ist riesig"

Das Frittenwerk plant eune umfangreiche Expansion in Deutschland.
IMAGO / Michael Gstettenbauer
Das Frittenwerk plant eune umfangreiche Expansion in Deutschland.

Im vergangenen Sommer hat der Schweizer Verkehrsstandort-Spezialist Valora das erfolgreiche Pommes-Format Frittenwerk erworben. Die Pommes-Formel soll weiter expandieren, hieß es damals. Nun konkretisieren sich die Pläne – auch im Management soll es Neues geben.

Rund vier Monate sind seit der offiziellen Übernahme des Frittenwerks durch Valora vergangen. Laut Aussage von Sebastian Stöwer, Frittenwerk, sei man mittlerweile gut an die Konzernstrukturen in der Schweiz angedockt. "Die Aufbruchstimmung ist mit Blick auf die bevorstehenden Monate riesig, die Erwartungshaltungen wurden beidseitig erfüllt", sagt er.

Für den Alltag im Frittenwerk habe sich entsprechend der Ankündigungen kaum etwas verändert. "Die kulturellen und kreativen Freiheiten in unserer Düsseldorfer Zentrale wurden bewahrt. Die professionelle Akquisition Valoras durch FEMSA berührt das Tagesgeschäft im Frittenwerk nicht", so Sebastian Stöwer weiter.

Besucherzahlen erholen sich

Mit vier bereits eröffneten Stores und zwei weiteren im Dezember (Designer Outlet Ochtrup + ALEXA Berlin) hat das Konzept bereits die ersten erfolgreichen Launches feiern können. Das Konzept zählt nun bundesweit 31 Standorte. Die Covid-Hürden seien langsam überwunden, das Frittenwerk hat sich nach eigenen Aussagen fast vollständig von der schwierigen Zeit erholt. Die Besucherzahlen näherten sich dem Niveau von 2019 an.
Nun konkretisieren sich auch die Expansionspläne: 2023 sollen die "blinden Flecken" auf der Deutschlandkarte ausgefüllt werden, idealerweise will das Frittenwerk gemeinsam mit Valora eine zweistellige Zahl an neuen Units eröffnen. Geplant seien Markteintritte in Hannover, Bonn und Mannheim.

Digital Payments und Online

Zudem treibt die Marke das Thema Online & Digital Payments voran. So kommen die Self Order Terminals inzwischen in den meisten Stores zum Einsatz und decken dort nach Unternehmensangaben bereits mehr als 50 Prozent der Bestellungen ab. "Intern führen wir 2023 ein Warenwirtschaftssystem ein, was die Arbeit unserer Teams noch einmal enorm erleichtern wird. Dank solcher KI-Lösungen kann das Management besser planen und Zeit sparen", kündigt Sebastian Stöwer an.

Veränderung der Geschäftsführung

Auch auf personeller Ebener ist im Frittenwerk einiges in Bewegung. So soll im April 2023 die Geschäftsleitung um einen kaufmännischen Leiter erweitert werden. Zudem werden mit einem Brand Manager und einem Director of Operations zwei gänzlich neue Positionen auf Management-Ebene geschaffen. Die Bewerbungsphase hierfür laufe bereits.

"Auch bei der Mitarbeitersituation freuen wir uns über eine positive Entwicklung. Trotz der branchenübergreifenden Herausforderungen konnten wir vor allem die Mitarbeiterkultur stärken und können auf starke Teams vertrauen", bilanziert Stöwer.
 
Gemeinsam mit Partnern und Lieferanten habe man für Energiekrise und Rohstoffmangel gute Lösungen finden können, um Engpässe zu überbrücken. "Die Preisentwicklungen konnten wir lange von unseren Gästen fernhalten, nur das Notwendigste mussten wir im Juli mit einer geringfügigen Preisanpassung an die Kunden weitergeben."

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