Gastgewerbe

April lag im Umsatz fast 76 Prozent unter Vorjahr

Die Corona-Pandemie treibt die negativen Umsatz-Zahlen im April noch oben.
imago images / Stefan Zeitz
Die Corona-Pandemie treibt die negativen Umsatz-Zahlen im April noch oben.

Die Corona-Pandemie hatte im April 2020 noch stärkere Auswirkungen auf das Gastgewerbe in Deutschland als im März 2020.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fiel der Gastgewerbeumsatz im April 2020 real (preisbereinigt) um 75,8 Prozent gegenüber April 2019.
Im Vergleich zum März 2020 fiel der Umsatz im Gastgewerbe im April 2020 nach Kalender- und Saisonbereinigung noch einmal real um 56,3 Prozent. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen traf es noch schwerer als die Gaststätten: Sie erzielten im Vergleich zum April 2019 real 88,6 Prozent niedrigere Umsätze. Ursache waren die seit dem 18. März 2020 geltenden Verbote von Übernachtungen touristischer Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben.

In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber April 2019 real um 68,5 Prozent. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im April 2020 um 53,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Ab dem 22. März 2020 folgten dann die Schließungen der Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices. Alle Branchen des Gastgewerbes wiesen im April 2020 die größten Umsatzeinbußen seit Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf.


Gastgewerbeumsatz April 2020 vs. April 2019
real nominal
Gastgewerbe insgesamt - 75,8 - 75,2
davon:
Beherbergung - 88,6 - 88,6
Gastronomie - 68,5 - 67,8
darunter:
Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleistungen - 53,2 - 52,6

Berechnet aus den Ursprungswerten (ohne Kalender- und Saisonbereinigung)
Quelle: Destatis




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