Gastgewerbe im September

Umsatz 24,9 Prozent unter Vorkrisen-Niveau

Keine Erholung für das Gastgewerbe in Deutschland in Sicht.
imago images / Andreas Haas
Keine Erholung für das Gastgewerbe in Deutschland in Sicht.

Der Umsatz im Gastgewerbe fiel im September 2020 kalender- und saisonbereinigt um 3,9 Prozent und nicht preisbreinigt um 4,4 Prozent gegenüber August 2020. Somit konnte die Branche im Berichtsmonat die allmähliche Erholung der vergangenen Monate nicht fortsetzen. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Nach den vorläufigen Daten lag der Umsatz real (kalender- und saisonbereinigt) 24,9 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Die Auswirkungen der Krise lassen sich auch im Vergleich der Zahlen zum Vorjahresmonat deutlich ablesen: Gegenüber September 2019 war der Gastgewerbeumsatz im September 2020 real 23,7 Prozent und nominal 19,7 Prozent geringer.

Die Segmente im Speziellen

In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber September 2019 real um 21,3 Prozent. Nochmals härter traf es die Catering-Sparte: Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im September 2020 um 33,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im Vergleich zum September 2019 real 27,3 Prozent niedrigere Umsätze.

Die Erhebung erfasst Unternehmen des Gastgewerbes mit einem Umsatz von mindestens 150.000 Euro pro Jahr. Das Statistische Bundesamt berücksichtigt verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen und aktualisiert laufend die ersten nachgewiesenen Ergebnisse.

Gastgewerbe-Umsatz September 2020 vs. September 2019
real  nominal
Gastgewerbe insgesamt - 23,7 %  - 19,7 %
davon:
Beherbergung - 27,3 %  - 25,9 %
Gastronomie - 21,3 %  - 15,7 %
darunter:
Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleistungen - 33,5 %  - 31,4 %
Berechnet aus den Ursprungswerten (ohne Kalender- und Saisonbereinigung);
Quelle: Destatis


stats