Gastgewerbeumsatz 1. Hj.

Leichtes Plus im Jahresvergleich


Das Gastgewerbe legt im ersten Halbjahr leicht zu.
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Das Gastgewerbe legt im ersten Halbjahr leicht zu.

Das Gastgewerbe legt im ersten Halbjahr 2019 verglichen mit dem Vorjahr leicht zu: Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) lag der Umsatz real (preisbereinigt) 0,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat (nominal, nicht preisbereinigt : 2,7 %). Die Umsätze der Gastronomie lagen leicht darunter.

 

Der Gastronomie-Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2019 real um 0,4 Prozent (nominal: 2,9 %) gegenüber 2018. Innerhalb der Gastronomie lag der Umsatz der Caterer um real 3,5 Prozent (nominal: 5,3 %) über dem Wert des Vorjahres. 
1. Halbjahr 2018 vs. 1. Halbjahr 2017
real nominal
Gastgewerbe insgesamt 0,5 2,7
davon:
Beherbergung 0,6 2,6
Gastronomie 0,4 2,9
darunter:
Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleistungen 3,5 5,3
Angaben in Prozent.

Monats-Vergleich: Gastronomie im Minus

Betrachtet man den Juni 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat, steht dort für das gesamte Gastgewerbe ein Minus von real 0,7 Prozent (nominal: +1,9 %). Die Gastronomie schrumpft etwas weniger mit einem Real-Minus von 0,3 Prozent (nominal: +2,6 %). Für die Sparte Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleistungen steht real unter dem Strich ein Minus von real 4,0 Prozent (nominal: -1,5 %).

Juni 2018 vs. Juni 2017
real nominal
Gastgewerbe insgesamt -0,7 1,9
davon:
Beherbergung -1,5 0,6
Gastronomie -0,3 2,6
darunter:
Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleistungen -4,0 -1,5
Angaben in Prozent.

Dehoga: Herausforderungen im Blick

Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), bewertet die Zahlen positiv, warnt aber vor Herausforderungen. Trotz Konjunktureintrübung sei die Ausgehfreude der Menschen noch ungebrochen. Zugleich betont Zöllick: "Die Herausforderungen und Risiken für die Branche nehmen zu. Darüber können auch die positiven Umsatzzahlen nicht hinwegtäuschen."

Probleme bereiten den Betrieben vor allem das Finden von Mitarbeitern, steigende Betriebs- und Personalkosten, unfaire Wettbewerbsbedingungen, mehr Bürokratie sowie das starre Arbeitszeitgesetz. Dass der Erfolgskurs weitergehe, hänge nicht allein von der Nachfrage ab, sondern insbesondere auch von den richtigen politischen Weichenstellungen im Land. Mit Blick auf die wachsenden Belastungen fordert Zöllick konsequenten Bürokratieabbau, eine Reform des lebensfremden Arbeitszeitgesetzes und gleiche Steuern für Essen.

Für das Gesamtjahr 2019 bleibt der Branchenverband mit Blick auf den guten Start in die Sommersaison dennoch zuversichtlich und rechnet für das Gastgewerbe mit einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent.

Methodische Hinweise

Die Destatis-Erhebung erfasst Unternehmen des Gastgewerbes mit einem Umsatz von mindestens 150.000 Euro pro Jahr. Destatis berücksichtigt verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen und aktualisiert deshalb laufend die ersten nachgewiesenen Ergebnisse.

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