Gezuckerte Schulmilch

Foodwatch macht Druck auf NRW


Schulmilch in NRW
NRW
Schulmilch in NRW

Nach der Änderung des Schulmilchprogramms in Berlin und Brandenburg hat die Verbraucherorganisation Foodwatch Nordrhein-Westfalen aufgefordert, als letztes Bundesland ebenfalls die Förderung gezuckerter Milchprodukte zu stoppen.

 

"In 15 von 16 Bundesländern soll in Zukunft keine gezuckerte Schulmilch mehr mit Steuergeldern gefördert werden. NRW darf sich den Argumenten von Ernährungswissenschaftlern, Kinder- und Zahnärzten nicht verschließen. Die Steuergelder müssen endlich den Kindern helfen und nicht Friesland Campina mit seinem Landliebe-Schulkakao", erklärte Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation.
„Die Verteilung gezuckerter Schulmilchen ist antiquiert “
Prof. Dr. Matthias Blüher, Präsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft.

Nordrhein-Westfalen ist damit das einzige Bundesland, das an der Subventionierung von gezuckerten Produkten im Rahmen seines Schulmilchprogramms festhält - obwohl die offiziellen Förderrichtlinien der Europäischen Union das nicht vorsehen und Experten explizit von Kakao, Vanillemilch & Co. an Schulen abraten. Gezuckerte Milch als Pausensnack widerspricht selbst den offiziellen, von der Bundesregierung initiierten Qualitätsstandards für Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

In einem öffentlichen Aufruf appellierten zuletzt renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ernährungswissenschaften, Kinder- und Zahnmedizin sowie Vertreterinnen und Vertreter von Lehrern, Eltern und der Bildungsgewerkschaft GEW an die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, die steuerfinanzierte Förderung von gezuckertem Kakao im Schulmilchprogramm zu beenden. "Die Verteilung gezuckerter Schulmilchen ist antiquiert und schädlich für die Gesundheit der Kinder - sie sollte nicht mehr gefördert werden", erklärte zum Beispiel Prof. Dr. Matthias Blüher, Präsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft.

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