Gokio Bros.

Korean Fried Chicken mit regionalem Anspruch

Das Gokio Bros. verkauft Korean Fried Chicken.
Gokio Bros.
Das Gokio Bros. verkauft Korean Fried Chicken.

Korean Fried Chicken, das ist fritiertes Hühnchen mit koreanisch inspirierten Panaden. In Südkorea und den USA, vor allem den Südstaaten, ist der Trend längst angekommen. In Deutschland dagegen finden sich bislang wenige Anbieter. Das Gokio Bros. im Frankfurter Oederweg ist seit Januar 2018 geöffnet und gehört zu den Pionieren in Deutschland.

"Wir sind die ersten, die Korean Fried Chicken so machen, wie wir es machen", sagt Ho-Seong Kim, "Und wir haben Ambitionen, die ersten zu bleiben". Mit "wie" meint Kim den hohen Qualitätsanspruch mit regionalen Zutaten. "Bis auf die Mayonaise ist alles hausgemacht", sagt Kim. Die Hähnchen kommen aus Freilandhaltung von einem Hof in der Rhön, die Buns für die Sandwiches von der Bäckerei „Zeit für Brot“ gegenüber.
„"Es muss nicht unbedingt Bio sein, aber Regionalität und Qualität sind mir wichtig"“
Ho-Seong Kim

Die Karte ist ganz auf Hühnchen ausgelegt: Es gibt ein Chicken Sandwich (7,50€), panierte, knochenfreie Chicken Tenders (3 Stück 6,50€), Fried Chicken am Knochen (3 Stück 8,50€), zwei Salate mit Tender-Chicken-Teilen (9 bzw. 10,90€) sowie hausgemachte Saucen. Vegetarische Option ist ein Veggie-Burger für 6,50€. Als besondere Getränke stehen vier hausgemachte Limonaden für 3,80 € / 0,4 l an.

Die Inneneinrichtung setzt auf viel Holz, große geometrische Formen, weiche Farben und soll eine "Mischung aus asiatisch und mediterran" darstellen. Auch ungewöhnliche Materialien wie Hasendraht sind verbaut, der große Nierentisch im Gastraum ist ein eigener Entwurf. Verantwortlich zeichnet das Studio Cristinetti – Planning and Design. Gerade der hohe Holzanteil erinnert an Kims erfolgreiches, koreanisches Restaurant Sonamu in der Berger Straße im Frankfurter Stadtteil Bornheim.

Gokio Bros.: Pionier für Korean Fried Chicken mit nachhaltigem Anspruch


Solides Wachstum angepeilt

Die Idee, Korean Fried Chicken auch in Deutschland anzubieten, habe Kim bei einer Food Tour nach Seoul zusammen mit Sternekoch und Gastroberater Alan Ogden gehabt. Ogden half auch bei der Entwicklung der Rezepturen und der Speisekarte.
Gokio Bros. Eckdaten
Gästezahl: mehr als 100/Tag
Durchschnittsbon: 12-13€
F/B-Verhältnis: 65/35
Mitarbeiter (VZ/TZ): 5/2
Öffnungszeiten: Mi-So 12-22 Uhr, Fr, Sa bis 22.30 Uhr
Sitzplätze (innen/außen): 30/40

Der erste Erfolg gibt Kim Recht. Seit dem Soft Opening im Januar habe man die Kundenzahl verdreifacht. Momentan habe man täglich im Schnitt mehr als 100 Gäste, der Durchschnittsbon liegt zwischen 12 und 13 Euro. Besonders freut Kim der "Zuspruch von Asiaten", die Korean Fried Chicken sonst vergeblich suchen. Mit dem Partner Deliveroo liefert Gokio Bros. auch in die nähere Umgebung.

Irgendwann könne man sich gut vorstellen zu wachsen, "aber dann müssen unsere Lieferanten mitwachsen", verrät Kim. Er arbeite am liebsten mit Leuten zusammen, die er kenne und denen er vertraue. Zudem müssten sich jetzt erst einmal die Prozesse einspielen. So habe man erst einmal etwa ein halbes Jahr probieren müssen, bis der Umgang mit der Druckfritteuse gut funktionierte und das Hähnchen zuverlässig auf den richtigen Punkt (innen saftig, außen knusprig) frittieren konnte. Für die Zukunft allerdings könnte sich Kim eine Multiplikation des Konzepts gut vorstellen.


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