Hamburger Foodservice Preis 2019

Die Preisträger heißen Coffee Fellows und Two Spice

Glückliche Gewinner: Dr.Stefan Tewes und Kathrin Tewes von Coffee Fellows (4. und 5. v.l.) und Daniel Kehl und Marc Saxer (6. und 7. v.l.) von Two Spice..
Thomas Fedra
Glückliche Gewinner: Dr.Stefan Tewes und Kathrin Tewes von Coffee Fellows (4. und 5. v.l.) und Daniel Kehl und Marc Saxer (6. und 7. v.l.) von Two Spice..

Vorhang auf für eine der wichtigsten Auszeichnungen unserer Branche: den 37. Hamburger Foodservice Preis. Feierlich wurde die begehrte Trophäe auch 2019 den Besten der Systemgastronomie im Rahmen eines Fest-Abends überreicht. Im Blitzlichtgewitter: die glücklichen Gewinner Coffee Fellows in der Kategorie national und Two Spice (Kategorie international).

Schauplatz: der Ballsaal des Elysée Hotels in Hamburg. Die angeregten Gespräche der rund 500 Gäste der (inter)nationalen Foodservice-Welt verebben schlagartig, als Boris Tomic, Chefredakteur foodservice und FoodService Europe & Middle East, und Markus Gotta, Geschäftsführer dfv Mediengruppe, die Preisverleihung ankündigen.



"Traditionell verleihen wir am Eröffnungsabend der Internorga und nunmehr zum 37. Mal den Hamburger Foodservice Preis." Längst gilt dieser Preis – eine Medaille, die seit zwei Jahren in neuem Look, auf einem Pokal,  präsentiert wird – als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und sicher die wichtigste für die professionelle Gastronomie. Das Zuhause des Galadinners zur Preisverleihung ist und bleibt auch in diesem Jahr der Ballsaal des Grand Elysée Hotels in Hamburg. Verliehen wird der Preis schon immer in Hamburg und in enger Partnerschaft zwischen der Hamburg Messe und Congress GmbH und der dfv Mediengruppe, soll heißen zwischen foodservice und Internorga.

Hamburger Foodservice Preis: Laudationen und Dankesreden



Die mit zwölf Branchen-Experten besetzte Fachjury hat auch in diesem Jahr wieder zwei äußerst erfolgreiche Konzepte und würdige Preisträger gekürt, eines aus Deutschland und eines aus der Schweiz.

Coffee Fellows – Preisträger Hamburger Foodservice Preis national
Dem nationalen Gewinner Coffee Fellows aus Unterföhring gelang es, nach Units, auf dem deutschen Kaffeebar-Markt am Schwergewicht Starbucks vorbeizuziehen. Die Bilanz 2018 hierzulande: 217 Outlets und 86 Mio. Euro Erlöse; plus drei Prozent Umsatzplus auf bestehenden Flächen.

37. Hamburger Foodservice Preis (Teil 2): Gala im Festsaal des Elysée Hotels




Vor 20 Jahren starteten die Gründer Dr. Stefan Tewes und seine Frau Kathrin die Geschichte ihrer Kaffeebarkette Coffee Fellows mit den ersten Stores in München. Allerdings begann das Ganze eher holprig: "Wir hatten damals sogar einen richtig schlechten Start", gibt Stefan Tewes zu. Die Deutsche Bank, Tewes‘ Arbeitgeber während seiner Ausbildung und somit Wunschkreditinstitut, machte für die Finanzierung des Start-ups kein Geld locker. "Mehr Glück hatten der studierte BWLer und seine Frau bei der Sparkasse – doch mit der Sicherheits-Auflage parallel bei Roland Berger angestellt zu bleiben", zitiert Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin Dehoga Deutschland, die Laudatio.

Die Startschwierigkeiten sind längst passé und das junge Start-up hat sich zur erfolgreichen Multi-Unit-Unternehmung entwickelt: Europaweit erzielten 244 Units 91 Mio. Euro Umsatz – der Löwenanteil der Erlöse wird in Deutschland erzielt.

Video: Coffee Fellows – Preisträger national



Two Spice – Preisträger Hamburger Foodservice Preis international
Der internationale Preisträger Two Spice ist ein Multi-Konzept-Player und kommt 2019 aus Zürich in der Schweiz. Dort zählt die 1990 von Marc Saxer, gelernter Koch, und Daniel Kehl, Kaufmann und Betriebsökonom, gegründete Company zu den erfolgreichsten Gastro-Unternehmen des Alpenlandes, die mit diversen Marken unterwegs sind. "Mit dem Hamburger Preis wird 2019 mit Two Spice ein Schweizer Multi-Konzept-Player geehrt, dem auf das Brillanteste – und unternehmerisch äußerst erfolgreich – der Spagat zwischen Kette und Individualgastronomie gelungen ist", zitiert Thomas Mack, Europa-Park, die Laudatio.

650 Mitarbeiter, 10 Brands und 30 Betriebe mit einem Umsatz von 110 Mio. Schweizer Franken, das ist die Bilanz 2018. Stärkster Vertreter im Konzept-Reigen von Nooba, Rice Up und Yalda ist das Yooji’s – den Schweizern inzwischen quasi synonym für Edamame, Nigiri oder Futomaki. 15 Restaurants der Sushi-Kette gibt es mittlerweile in der Schweiz, zwei kleinere Units am Flughafen Zürich sollen 2019 hinzukommen.

Video: Two Spice – Preisträger international



Begeisterter Applaus unterbricht immer wieder die Szenen der Preisverleihung von der Ankündigung über die Laudation bis zu Dankesworten und Gruppenbild. Die Gästeschar – Vertreter des gesamten Spektrums der Branche, von Streetfood- über Multi-Konzept-Betreiber bis zu globalen System-Playern und Fine-Dining-Profis – zollen den Preisträgern ihre Anerkennung. Umrahmt wurde das Award-Szenario von besonderen Tanz- und Jongleur-Acts der Künstler des Europa-Parks in Rust.

37. Hamburger Foodservice Preis (Teil 1): Die Gastro-Branche gibt sich die Ehre


Locationwechsel ins Foyer

Nach dem 3-Gang-Galadinner, in bewährter Manier präsentiert vom Service- und Küchenteam des Elysée und unterhaltsam angekündigt von Peter Sikorra, Küchenchef des Grand Elysée, hieß es: raus dem Ballsaal und Vorhang auf für die After-Show-Party. DJ Julian Smith, einer der renommiertesten an den Turntables und selbst Gastronom in Frankfurt am Main, ließ die Tanzbegeisterten kaum zur Ruhe kommen. Auch jene Gäste, die sich immer wieder auf angeregte Gespräche und zum Fachsimpeln treffen wollten, fanden in den Lounges und an den Bars im Foyer ausreichend Möglichkeiten.

O-Töne der Gäste
"Es ist ein absolutes Highlight hier. Macht total Spaß. Das Spannende: Man weiß nie, wo man sitzt. Doch es war immer gut. Auch das Essen heute war echt klasse. Trotzdem es eine feierliche Sache ist, ist es sehr ungezwungen. Jedes Jahr habe ich zudem jemand Neues kennen gelernt. Das ist auch schön. Übrigens ist dies die einzige Veranstaltung pro Jahr, wo meine Frau mitkommt", konstatiert Torsten Petersen, Geschäftsführer Enchilada Franchise GmbH, Gräfelfing.

"Das Essen war super lecker, die Tischnachbarn sensationell. Insgesamt toll organisiert. Und es ist schön so viele Kollegen zu treffen, die man wirklich selten sieht. Abgerundet mit Showprogramm und Preisen ist es das Highlight des Jahres", betont Madjid Djamegari, Geschäftsführer Gibson, Frankfurt am Main.

"Es war sehr kurzweilig. Ein buntes Programm. Tolle Gastgeber und tolle Gäste. Es hat Spaß gemacht. Der Rahmen war würdig und die Preisträger ebenso. Alles hat zusammen gepasst. Wenn es so schön ist und man das alles sieht, hat man auch neue eigene Ziele, das motiviert für die tägliche eigene Arbeit", erklärt Erhan Baz, CEO MrChicken Group, Gelsenkirchen.



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