Hamburger Foodservice Preis

Up up into the Sky

„Be casual“ – unter diesem Motto sind die beiden Selfmade-Gastronomen Stefan Weber und Michael Weigel mit ihrer Marke casualfood seit zwölf Jahren extrem erfolgreich. Für ihre Leistung erhielten sie den Hamburger Foodservice Preis 2018.

 


Ein Unternehmen in zwölf Jahren von 1,5 Mio. € Umsatz auf 51,5 Mio. € (2017) zu schieben, ist schon per se eine preiswürdige Leistung. Aber diese  immense Steigerung des Umsatzes allein wäre nicht Grund genug, den Hamburger Foodservice Preis verliehen zu bekommen. Dem Multiplayer casualfood ist wesentlich mehr gelungen:  Die Marke zählt zu den erfolgreichsten gastronomischen Multi-Brand-Unternehmen der letzten Jahre in Deutschland.

casualfood - Foodservice Preisträger national



Sie hat sich mit ihren elf Einzelmarken in der Verkehrsgastronomie durchgesetzt – in einem Markt, der von internationalen Big Playern stark dominiert wird.

Heute ist casualfood mit über 700 Mitarbeitern aus 71 Nationen an zehn Verkehrsstandorten vertreten. An Airports und Bahnhöfen leuchten elf unterschiedliche Gastronomie-Konzepte in exakt 59 Shops. Ein Vertriebler und ein Werber – Michael Weigel und Stefan Weber – taten sich nach ein paar Flaschen guten Weins vor zwölf Jahren zusammen und hoben casualfood aus der Taufe. Angefangen hat alles mit einem mobilen Verkaufswagen im Jahr 2005 und dem Verkauf von Brezeln, Sandwichs und ein paar Softdrinks. Auf quasi zwei Quadratmetern am Flugsteig A in Frankfurt. Ohne Kaffee, da es für das extra konzipierte Brezel-Mobil keinen Stromanschluss gab. Aber der Bedarf beim Fluggast nach etwas Leckerem im Vorbeigehen, der war da – ihr gastronomischer Instinkt hatte die beiden Macher nicht getäuscht. Ergebnis des ersten Tages: knapp 1000 € in der Kasse und die Erkenntnis, 100 Prozent richtig zu liegen. Sechs Wochen später folgte das zweite Mobil.

Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens ist mit über 30 Filialen zurzeit der Frankfurter Flughafen. Allein hier kommen 63 Nationalitäten im Team zusammen – darunter Mitarbeiter aus Ländern wie Nepal, Panama, Sri Lanka, Fidschi oder Tadschikistan. Im Airport-Center sitzt im 8. Stock auch die Firmenzentrale. Gläserne Scheiben trennen die einzelnen Bereiche, keine festen Wände. „Es war uns wichtig“, so Stefan Weber, „dass wir auch in der Organisation des Alltags transparent sind und jeder mit jedem sprechen kann.“ Flache Hierarchien gehören für die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Weber und Weigel zu den Kennzeichen ihres Erfolges. „Be casual“ lautet ihr Credo – und das wird auch in der Firmenkultur gelebt.

Quicker‘s, Hermann‘s, Mayers Brezelbäcker, Italissimo, Mondo, Kilkenny Irish Pub, Natural, Basta und das jüngste Baby Goodman & Filippo heißen die Eigenmarken. Läden der Live-Bäckerei Kamps ergänzen als Franchise-Konzept das Portfolio. Und mit den Service Stores der Deutschen Bahn läuft zurzeit unter der Unterzeile „powerd by Quicker’s“ ein Pilotprojekt. Hier sind die Verträge für fünf neue Stores bereits unterschrieben und weitere sollen folgen.

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