Handelsmarkenmonitor 2019

Besserverdiener snacken häufiger

Ob Bagel, Müslibecher oder Salat - immer mehr Verbraucher greifen zur Minimahlzeit.
Ali Safarov (fotolia)
Ob Bagel, Müslibecher oder Salat - immer mehr Verbraucher greifen zur Minimahlzeit.

Produkte wie Smoothies, Fertigsalate oder Sandwiches dienen ein Viertel der Käufer als schnelle Zwischenmahlzeit. Für etwa jeden Fünften sind sie ein Frühstück (18%) oder Mittagessen (20%), wie der Handelsmarkenmonitor 2019 zeigt. Die repräsentative Umfrage wird jährlich vom Marktforschungsinstitut Ipsos in Kooperation mit der Lebensmittel Zeitung durchgeführt.

Laut der Studie greifen vor allem jüngere Befragte zwischen 18 und 39 Jahren zu Convenience-Produkten, für fast jeden Zweiten dieser Alternsgruppe (45%) ist es eine schnelle Zwischenmahlzeit, für 39 Prozent das Mittagessen und für 34 Prozent das Frühstück.

Einkommen steuert Snackkonsum

Konsumenten mit einem höheren Einkommen kaufen zudem häufiger Convenience-Produkte als solche mit einem geringen Einkommen. Diese Tendenz zeigt sich besonders bei dem Verspeisen der Offerten als Mittagessen. Während von den Konsumenten mit einem geringen Einkommen (bis 1.500 € Haushaltsnettoeinkommen) 16 Prozent zu Snacks greifen, sind es bei Konsumenten mit einem höheren Einkommen (mehr als 3.000 € Haushaltsnettoeinkommen) 25 Prozent.

Handelsmarken gewinnen in der Gunst

Die Mehrheit der Verbraucher (57%) meint, dass die Auswahl an Snackprodukten in den letzten Jahren größer geworden sei. Zusätzlich verwendet knapp jeder Fünfte (18 %) nach eigenen Angaben selbst häufiger Produkte für den Unterwegsverzehr als noch vor einem Jahr. Jeder vierte Konsument (26%) gibt an, immer wieder Convenience-Angebote von Handelsmarken zu entdecken, die er gerne ausprobieren würde.

Ipsos


Jeder dritte Verbraucher (35%) schreibt Handelsmarken zudem zu, über ein breites Sortiment von Snackprodukten zu verfügen und fast jeder Fünfte (19%) wählt seinen Händler sogar gezielt nach dessen Produktangebot an diesen Convenience-Produkten aus. Besonders jüngere Konsumenten sprechen auf dieses Angebot an, ermittelte der aktuelle Handelsmarkenmonitor.

Über die Studie
Seit 2015 führen die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) und das Marktforschungsinstitut Ipsos jährlich eine Studie durch, die die Sicht der Verbraucher auf die Handelsmarken auslotet. Ziel der repräsentativen Untersuchung ist es, die Wahrnehmung von Handelsmarken in Deutschland zu messen. Dafür werden 1.000 Online-Interviews mit haushaltsführenden Personen ab 18 Jahren in Deutschland geführt.


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