Hermann's in Berlin

Café mit Raum für Experimente


Die offene Küche im Hermann's dient auch als Testküche.
Claudia Gödke
Die offene Küche im Hermann's dient auch als Testküche.

Das Hermann’s ist nicht nur ein experimentierfreudiges Restaurant-Konzept: Vielmehr sollen Innovatoren und Food-Industrie zusammengebracht werden – und so die Lebensmittelindustrie der Zukunft prägen.

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Auf den ersten Blick ist das Hermann’s in der Berliner Torstraße ein Wohlfühl-Café, von denen es in Berlin einige gibt. Stylische Einrichtung, lange Theke, die 80 Sitzplätze auf 300 Quadratmetern verteilen sich auf Barplätze, Sitznischen und Tische. Von der Decke hängt Meerfenchel. Die Einrichtung ist minimalistisch, aber hochwertig. Pastelltöne dominieren. Gestaltet hat das Interior das Londoner Architekturbüro Freehaus.

Hermann's in Berlin: Treffpunkt für Start-ups und Industrie




Ein Blick auf die Karte gibt einen Hinweis, dass es hier um mehr geht: Produktkreationen wie kandierter Kürbis mit Palmkohl, Schalotten aus der Salzkruste und Gerstencrunch oder ein Apfel Crumble mit Hafer- und Erdmandelmehl verweisen auf den experimentellen Charakter.

„Das Restaurant ist nur die Spitze des Eisbergs“, sagt Managerin Erica Fernandez. Die eigentlichen Ziele gehen tiefer: Man wolle die Denke der Nahrungsmittelindustrie insgesamt verändern. Dazu habe man mit dem Hermann’s einen Ort geschaffen, an dem Food-Innovatoren und Lebensmittelindustrie aufeinandertreffen.
„Wir schaffen ein offenes Netzwerk, wo sich Gäste, Innovatoren und Industrie begegnen.“
Erica Fernandez, Managerin Hermann's
Man wolle schlicht eine Plattform bieten, so Fernandez weiter. Zu diesem Zweck ruft das Hermann’s verschiedene Veranstaltungen ins Leben: Paneldiskussionen, Workshops und Supper Clubs etwa, auf denen über Nahrung und Lebensmittel diskutiert wird.

Das Hermann’s ist eine Tochtergesellschaft der Bahlsen GmbH & Co. KG, dem Traditionsunternehmen mit Sitz in Hannover. Gründerinnen sind Laura Jaspers und Verena Bahlsen, die vierte Generation der Bahlsen-Familie. Benannt ist das Hermann’s nach dem Vornamen des Bahlsen-Gründers – und Verena Bahlsens Urgroßvater. Obwohl Bahlsen als Muttergesellschaft fungiert, soll das Hermann’s für sich alleine stehen – und zwar nicht nur ideell, sondern auch wirtschaftlich. Die Investitionshöhe in das Hermann’s liege über 1 Millionen Euro, heißt es.



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