Hessen

Bouffier will 2G in Hessen anbieten

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.
dpa picture alliance
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will in seinem Bundesland eine 2G-Option ähnlich wie in Hamburg einführen. Danach dürfen Unternehmen entscheiden, nur noch Genesene und Geimpfte einzulassen, und bekommen dafür Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht gestellt. Die Option könnte Anfang kommender Woche vom Kabinett beschlossen werden. Im Gastgewerbe ist die Option umstritten.

Die neue Corona-Verordnung des Landes werde voraussichtlich privaten Anbietern die Möglichkeit geben, nur Geimpften und Genesenen (2G) den Zutritt zu ihren Räumen zu erlauben, sagte Bouffier der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Veranstalter, Wirte und Friseure sollen dann selbst entscheiden können, ob sie nur geimpfte und genesene Menschen einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit seien, sagte ein Regierungssprecher. Im Hamburger Modell etwa gelten für 2G-Betriebe keine Abstandsregelungen, auch die zulässige Personenzahl bei Veranstaltungen ist stark erhöht.

Als Reaktion auf Hamburgs Vorstoß hatten sich einige Unternehmen des Gastgewerbe zustimmend, andere sehr kritisch geäußert. Ein häufiger Kritikpunkt war demnach, dass die Politik damit Entscheidungen auf private Unternehmen abwälze. Einige Gastwirte betonten zudem, dass ein großer Teil ihrer Gäste immer noch mit einem negativen Test erscheine.

In der öffentlichen Daseinsvorsorge etwa beim Besuch von Behörden und im ÖPNV bleibe es aber beim 3G-Modell in Hessen. Auch andere Bundesländer - etwa Baden-Württemberg - haben bereits signalisiert, dem Hamburger Beispiel zu folgen und die 2G-Regel einzuführen.

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