Hochschule Fresenius

Campus-Mensa als Kreativ-Hotspot

In der Wiesbadener Innenstadt entsteht ein neuer Campus mit revolutionärem Mensa-Konzept.
STUDIO OINK
In der Wiesbadener Innenstadt entsteht ein neuer Campus mit revolutionärem Mensa-Konzept.

Nachhaltiges Design und Essen, vielfältige Nutzung bis in den Abend. Das Mensakonzept am neuen Wiesbadener Campus der Hochschule Fresenius (HS Fresenius) soll hungrig machen auf Neues. Sie soll als Kreativ- und Gründer-Hotspot auf die Stadt und das Rhein-Main-Gebiet ausstrahlen. Eröffnet wird im März 2019.

„Unsere Mensa soll künftig Dreh- und Angelpunkt des Hochschullebens sein.“
Ann-Kristin Lauber, Standortleiterin Wiesbaden, Hochschule Fresenius
Unter ihrem Slogan Next Generation University sucht die HS Fresenius die besten studentischen Talente für den künftigen unternehmerischen Aufbruch. Herzstück ihres Campus-Konzepts im Zentrum der hessischen Hauptstadt ist die Mensa. Deshalb hat die Hochschule die Projektleitung den Gründern des Wiesbadener Co-Working-Pioniers Heimathafen übertragen. Co-Gründer Abi von Schnurbein will den Erfolg des Heimathafen-Konzepts auf die Mensa übertragen: "Events haben die Kraft, Communities aufzubauen, Menschen reinzuholen", ist er überzeugt.

Integratives Raumkonzept

Zu den erprobten Heimathafen-Formaten kommen spezifische Veranstaltungen für Studierende hinzu. Für die anfänglich 800 bis 900 Studenten werden auf 430 Quadratmetern rund 120 Sitzplätze zur Verfügung stehen: fünf unterschiedliche Anordnungen für verschieden große Gesprächsrunden. Das Prinzip "Raum im Raum" soll konzentriertes Arbeiten und auch Meetings ermöglichen. Eine Bühne ist integraler Bestandteil des Raum- und Nutzungskonzepts. Öffentlich zugänglich werden der Bürgersaal im Erdgeschoss der Hochschule sein und der mit bewirtete Innenhof. Sie verknüpfen die Studieneinrichtung mit dem Stadtteilleben. Der Event- und Tagungssaal wird durch das Mensateam kulinarisch versorgt. Mittelfristig wird der Campus also auch abends und an den Wochenenden belebt sein.

Bio-regional und wenig Fleisch

Für die anvisierte kulinarische Exzellenz soll das Team der Wiesbadener Hofköche sorgen, die bereits in der Planungsphase mitgewirkt haben. Die beiden Partner Heimathafen und Hofköche haben eigens ein Joint-Venture gegründet. Die Devise: so regional, livestylig und bio wie möglich. Mit gehobenem Anspruch catern die Hofköche seit 2002 das bundesweit ausgezeichnete Kulturzentrum Schlachthof am Wiesbadener Bahnhof.

Das Essen in der HS-Mensa soll so weit wie möglich frisch zubereitet werden. Die Lieferanten kommen mehrheitlich aus der Region und bieten saisonale und biologische Erzeugnisse. Eine Kooperation besteht mit der Orangerie Aukamm, einer in Wiesbaden ansässigen Integrationsfirma für schwerbehinderte Menschen. Die Kaffeebohnen liefert eine lokale Rösterei. Zum Konzept gehören kleine Fleischportionen von Tieren aus nachhaltiger Haltung ebenso wie Kaffeespezialitäten, die Baristas an Siebträgermaschinen an der Café-Bar zubereiten. Geplant ist eine Preisrange zwischen 3,95 und 4,50 Euro pro vollwertigem Mittagessen.

Lust auf unternehmerisches Abenteuer

Die neuen Mensa-Macher sehen sich einem kulinarischen Bildungsauftrag verpflichtet und haben ein großes Ziel: Es soll die erste Mensa sein, die nicht nur satt, sondern vor allem auch hungrig macht: auf Gründung, auf Neues, auf Freundschaften und auf Start-up-Abenteuer, wie es Heimathafen-Co-Gründer Dominik Hofmann auf den Punkt bringt: kollaborieren, snacken, wohlfühlen, feiern, zusammen Neues schaffen.
Über den Heimathafen
Seit 2012 docken im Wiesbadener Heimathafen Start-ups, Kreative, Studenten und Künstler an. Die Gründer Dominik Hofmann und Abi von Schnurbein organisieren Start-up-Events und Konzerte und vermitteln Accelerator-Sessions für Menschen mit visionären Geschäftsideen. Aus dem Ursprungsgedanken Co-Working-Space und Café als physischem Netzwerkort für diese Szene hat sich der Heimathafen weiterentwickelt: Konferenzräume, Firmenevents, Dienstleistervermittlung in der Kreativwirtschaft und Konzernbeatung zu Themen wie Innovationskultur und Zukunft der Arbeit. Geplant ist ein Umzug in das noch leerstehende Alte Gericht in Wiesbaden, auf dessen Gelände zurzeit der neue Campus der Hochschule Fresenius fertiggestellt wird. Die Planungen der Stadt zur Nutzung des Alten Gerichts sind noch nicht abgeschlossen. Synergien mit dem Betrieb der dortigen Hochschul-Mensa gehören zur langfristigen Planung.




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