Hochschulgastronomie mobil

Mensa to go in 4 Modellen

Zum Beginn des Sommersemesters führt das Studierendenwerk Heidelberg Essen to go ein.
Stw. Heidelberg
Zum Beginn des Sommersemesters führt das Studierendenwerk Heidelberg Essen to go ein.

Noch sind alle hochschulgastronomischen Einrichtungen geschlossen. Doch das Sommersemester ist gestartet. Mensa to go – Notversorgung nennt sich das reduzierte Essensangebot an der Uni Heidelberg. Wie schnell sich Bestellen und Bezahlen in Hochschulmensen digitalisiert ließ, ist bundesweit unterschiedlich.

Die To-go-Varianten reichen vom professionellen Online-System inklusive Bezahlen im Voraus bis zum klassischen Kiosk. Wichtig ist es den Studierendenwerken, ihren Versorgungs-Auftrag auch unter schwierigen Bedingungen zu erfüllen.
Am Vortag bis mittags bestellen, am nächsten Tag abholen und draußen oder zuhause genießen. Genauer: Wer zwischen Montag 12.01 Uhr und Dienstag 12.00 Uhr bestellt, kann sich sein Wunschmenü am Mittwoch zwischen 12 und 14 Uhr abholen. So läuft es seit dem 20. April an drei Standorten des Studierendenwerks Heidelberg.

Drei Standorte mit Angebot

Dazu hat das Studierendenwerk ein Online-Bestellportal in seine Homepage integriert. Der Wochenspeiseplan inklusive Angabe der Allergene und Zusatzstoffe ist online per Klick auf einen grünen Button einzusehen. Für die Bestellung genügt es, Namen und optional E-Mail-Adresse anzugeben sowie die Wunschabholzeit – im Drop-Down-Menü können Termine im 10-Minuten-Takt ausgewählt werden – und den Abholort. Bezahlt wird beim Abholen mit der CampusCard und zwar ausschließlich. Die Karte kann man online per Klick auf ein prominentes grünes Feld bequem aufladen.

Abholen können die Studenten ihr Essen an der Heidelberger Zentralmensa im "InfoCafé International" auf dem Universitätsgelände, in der zentral gelegenen "zeughaus-Mensa" im historischen Gebäude am Neckar sowie in der gerade eröffneten Mensa am Bildungscampus Heilbronn. Zwei Gerichte bieten die Heidelberger Hochschulgastronomen täglich an – eines davon immer vegetarisch.

Per E-Mail funktioniert auch

Zwei Gerichte, davon einmal Veggie, ist auch die Auswahl im Studierendenwerk Stuttgart. Dort wurde bereits Anfang April die Möglichkeit eingerichtet, täglich für den Folgetag zu bestellen. Die Umsetzung erfolgte sehr schnell ohne Online-Bestellsystem, sondern die Bestellungen werden per E-Mail angenommen. Abgeholt wird das Essen zwischen 11:30 und 12:30 Uhr an den Info-Points der Mensa Stuttgart-Mitte bzw. -Vaihingen – am besten mit einer Tasche für den Transport des sehr heißen Essens, empfehlen die Gastro-Profis. Für ihr To-go-Angebot haben sie den Caterer der Kitas des Studierendenwerks mit ins Boot geholt.

Auch in Stuttgart ist Barzahlen ausgeschlossen. Zudem wird die Einhaltung der Verhaltensregeln aufgrund des Coronavirus eingefordert: "Bitte betreten Sie die Mensa nur, um Ihr Essen abzuholen und verlassen sie diese danach direkt wieder. Bitte halten Sie sich unbedingt an die im Folgenden genannten Hygiene- und Abstandsregeln!"

Falafel Buddha Bowl ist eines der wöchentlich wechselnden To-go-Angebote in der Mensa Kantiin.
mena kantiin
Falafel Buddha Bowl ist eines der wöchentlich wechselnden To-go-Angebote in der Mensa Kantiin.
In der Wiesbadener Mensa am Campus der Hochschule Fresenius gibt es seit 8. April einmal pro Woche die "Kantiin Lunch Bowl". Die Mensa wird von einem eigens gegründeten Joint Venture betrieben und steht mit ihrem Angebot in direkter Konkurrenz zu trendigen Food-Angeboten in City-Lage der hessischen Hauptstadt. Hungrige bestellen online bis 11 Uhr. Abgeholt wird zwischen 11:30 und 13:30 Uhr vor Ort. "Und wenn ihr schon einmal da seid, könnt ihr euch gleich noch einen leckeren Kaffee to-go mitnehmen", lautet der Post der jungen Mensabetreiber in den Sozialen Medien. Das hier eingesetzte Bestell- und Bezahlsystem ist auf dem neuesten technischen Stand. Die Mensa wurde erst im vergangenen Juni zusammen mit dem Campus eröffnet. "Unser Anbieter der Kassensoftware Gastronovi hat die Funktionen für den Online-Shop ein halbes Jahr lang kostenlos zur Verfügung gestellt", erklärt Betriebsleiter und Geschäftsführer Abi von Schnurbein. Die Gäste bestellen ihr Essen, geben die Abholzeit an und können im Voraus per Paypal oder Sofortüberweisung bezahlen.

Einfach pragmatisch

Es muss nicht immer Hightech sein, sagen sich die Menü-Verantwortlichen im Studierendenwerk Koblenz mit seinen knapp 20.000 Studierenden. Sie setzen klassisch eine Kiosklösung im realen Leben um: Seit dem 20. April findet an zwei Mensen ein Außer-Haus-Verkauf statt. Es gibt Backwaren-Snacks wie Brötchen und Teilchen, Kaffee und Kaltgetränke sowie ein täglich wechselndes warmes Mittagsgericht. Verkauft wird durch das Fenster am Mensaeingang am Rhein-Mosel-Campus Montag bis Freitag von 8:30 bis 14:00 Uhr. Das Mittagsangebot gilt von 11:30 bis 13:30 Uhr. Am Campus Rhein-Ahr erhält man die Snacks werktags am Mensa-Noteingang im Hof zwischen 8:30 und 13:00 Uhr, das warme Gericht steht von 12:00 bis 13:30 Uhr zur Verfügung. Ab Montag, 27. April eröffnet als drittes ein Kiosk am Uni-Campus Metternich.
 



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