Hofmann Menü-Manufaktur / Coronakrise

Start für "Wir-bleiben-Zuhause-Menü"

Frank Hanses, Geschäftsführer, Hofmann Menü-Manufaktur.
Hofmann Menü-Manufaktur
Frank Hanses, Geschäftsführer, Hofmann Menü-Manufaktur.

"Gut Essen ohne Einkaufen", heißt das Motto für die Menü-Lieferung an deutsche Privathaushalte. Damit reagiert die Hofmann Menü-Manufaktur, Spezialist für die Gemeinschaftsverpflegung, auf die Corona-Pandemie und den Wunsch vieler Menschen, sicher und einfach an gutes und gesundes Essen zu kommen.

Die Gerichte für das neue "Wir-bleiben-Zuhause-Menü" werden frisch gekocht, schockgefrostet und tiefkühlfrisch per Expressversand mit dem Partner DHL landesweit ausgeliefert. Menschen, die Einkaufen derzeit vermeiden wollen oder schlichtweg nicht mehr jeden Tag kochen möchten, können auf der Unternehmens-Homepage über 60 verschiedene Menüs nach Hause bestellen. Im Repertoire finden sich Speisen aus aller Welt, herzhafte Hausmannskost oder auch leichte, vegane und vegetarische Menüs. Zum Start spendiert das Unternehmen einen "Wir-bleiben-Zuhause"-Rabatt von 5 Euro auf alle vordefinierten Mischkartons.

Erleichterung für den Alltag

Die Hofmann Menü-Manufaktur liefert schon lange an private Haushalte. "Meistens sind es Kunden, die so sichergehen wollen, dass ihre Eltern gut versorgt sind", erläutert Geschäftsführer Frank Hanses. Geliefert wird in Isolierkartons mit Trockeneis. Acht Einzelmenüs können pro Karton individuell zusammengestellt werden. Oder man wählt eine bereits vordefinierte Menü-Box mit sechs verschiedenen Gerichten.

Hofmann Menü hat 60 Gerichte für Zuhause zur Auswahl.
Hofmann Menü-Manufaktur
Hofmann Menü hat 60 Gerichte für Zuhause zur Auswahl.
Die Manufaktur will das B2C-Geschäft gezielt vorantreiben: "Wir sind überzeugt, dass sich im Zuge der Corona-Pandemie das Konsumverhalten der Menschen nachhaltig wandeln wird", so der Sprecher der zweiköpfigen Geschäftsleitung, Hanses. "In Frankreich und Großbritannien setzen die Verbraucher längst auf nach Hause gelieferte Fertigmenüs. Machen die Menschen in Deutschland nun die Erfahrung, welche Qualität und welchen Komfort Fertigmenüs bieten und wie zuverlässig die Belieferung ist, wird sich das Modell stärker durchsetzen."

Keine Engpässe absehbar

Täglich rund 200.000 Menüportionen fertigt die Hofmann Menü-Manufaktur mit Sitz in Boxberg-Schweigern, Baden-Württemberg. Hauptkunden sind rund ein Viertel der Krankenhäuser in Deutschland sowie etwa 17.000 Seniorenheime und -tageseinrichtungen, dazu Essen auf Rädern im Auftrag diverser paritätischer Hilfsorganisationen. So ist das Unternehmen Partner des qualitätsorientierten Speisenkonzepts der Helios-Kliniken, das im Januar präsentiert wurde. Schulen, Kitas und etwa 8.000 Betriebe und SB-Shops gehören ebenfalls zu den Kunden für die tiefkühlfrischen Menüs.

"Im März lag unser Umsatz über Vorjahr. Derzeit rechnen wir für den April aber mit einem Umsatzminus von etwa 20 Prozent", schätzt Hanses. Gründe dafür sind die geschlossenen Schulen und Kitas sowie vermehrte Homeoffice-Regelungen. "Das ist für uns nicht problematisch. Sollte es nötig sein, wird es ausreichen, in den Teams Urlaube und Überstunden abzubauen."

Die Lieferung an die Großkunden erfolgt mit der eigenen Logistikflotte aus 100 Lkws. "Wir haben den gesamten Produktions- und Auslieferungsprozess in eigener Hand und kontrollieren die Hygiene zu 100 Prozent." Die Lkws verfügen über die nun nötigen Passierscheine, um Kliniken weiter zu beliefern. "Für die nächsten vier Wochen ist die Produktion und Auslieferung gesichert", sagt Hanses. "Mit drei Produktionsstätten sind wir sehr flexibel aufgestellt und auch personell auf der sicheren Seite."

Sichere, regionale Lieferketten

Frische und saisonal-regionale Produkte und handwerkliche Verarbeitung stehen bei der Hofmann Menü-Manufaktur im Mittelpunkt.
Hofmann Menü-Manufaktur
Frische und saisonal-regionale Produkte und handwerkliche Verarbeitung stehen bei der Hofmann Menü-Manufaktur im Mittelpunkt.
Zur Liefersicherheit sagt Hanses: "Sobald sich die Lage rund um die Ausbreitung des Coronavirus abzeichnete, haben wir unsere Lagerbestände massiv hochgefahren – sowohl was die Lebensmittel angeht als auch Verpackungsmaterial. Wir haben die Bestände unserer Lieferanten überprüft und stehen im ständigen Austausch." Da man mit Tiefkühlprodukten und -Menüs arbeite, sei man flexibel auch im Zukauf betont er. "Die Speisenpläne unserer Kunden sind uns lange im Voraus bekannt. So können wir gut planen und die Lebensmittel bevorraten."

Zudem lasse man die über lange Jahre gepflegten Partnerschaften mit regionalen Lieferanten auf jeden Fall bestehen. "Unsere regionale Bindung ist uns sehr wichtig." Hanses hat hier keine Bedenken, was den Nachschub auch an Gemüse angeht.

Wichtig ist dem Geschäftsführer eine stetige Information seiner Kunden und Mitarbeiter. "Wir stehen in täglichem Austausch mit den Verantwortlichen im Landkreis, unseren Kunden und Unternehmen, damit alle Informationen jederzeit aktuell sind." Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie wurden wir als Unternehmen als systemrelevant eingestuft. Unsere Mitarbeiter werden tagesaktuell auf dem Laufenden gehalten. Ich bin mir sicher, dass wir jederzeit lieferfähig bleiben werden", sagt Hanses. "In jedem Fall haben die Care-Einrichtungen die höchste Priorität."

Über Hofmann Menü-Manufaktur
Seit 1960 produziert die Hofmann Menü-Manufaktur GmbH mit Hauptsitz in Boxberg-Schweigern (Baden-Württemberg) in handwerklicher Qualität und auf Basis saisonalee Produkte aus der Region abwechslungsreiche Tiefkühlmenüs für die Gemeinschaftsgastronomie. Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstandorte mit insgesamt 1.200 Mitarbeitern und gibt einen Jahresumsatz von 143 Mio. Euro an. Täglich werden rund 200.000 Menüs aus frischen Zutaten gefertigt und verfolgt laut eigenen Angaben eine konsequente Frei-von-Politik: Geschmacksverstärker, künstliche Farb- oder Aromastoffe sowie naturidentische Aromastoffe oder Konservierungsstoffe kommen nicht vor (außer Nitritpökelsalz). Für die Produkte aus der hauseigenen Metzgerei sind auch Phosphate ausgeschlossen. Die TK-Menüs werden entweder in Aluschalen an Großkunden ausgeliefert und teilweise zum Recycling wieder mitgenommen. Alternativ wird ein kompostierbares Material für die Menüschalen verwendet. Vertreten ist die Hofmann Menü-Manufaktur auch in Österreich und der Schweiz. 




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