hogarente beschlossene Sache

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben in dieser Woche in Berlin die tarifliche Lösung zur Altersvorsorge im Gastgewerbe besiegelt. Die hogarente gilt bereits beim Start für mehr als 400.000 der über eine Million Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie. Mit bundesweit geltenden tarif-lichen Bestimmungen (derzeit noch ohne Mecklenburg-Vorpommern) schaffen damit der DEHOGA und die Gewerkschaft NGG auf der Basis der gesetzlichen Rentenreform eine attraktive Zusatzsicherung für die Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie. Mit der hogarente tragen die Tarifparteien dazu bei, die Lücke in der gesetzlichen Rentenversicherung zu schließen. Im Gegensatz zu anderen Branchen hat die betriebliche Altersversorgung im Gastgewerbe keine Tradition. Da die betriebliche Altersvorsorge in besonderem Maße nunmehr durch den Staat gefördert wird, galt es, diese Chance für die Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie zu nutzen. Konkret sieht der Tarifvertrag vor, dass jeder Vollzeitmitarbeiter eine Anschubfinanzierung von 150 Euro pro Jahr erhält, die allerdings nicht ausbezahlt, sondern direkt in einen Altersvorsorgevertrag eingezahlt wird. Diese Summe beruht auf der Umwidmung von Teilen des Urlaubsgeldes und wird vom Arbeitgeber mit 17,50 Euro unterstützt. Darüber hinaus kann jeder Beschäftigte von seinem Arbeitslohn freiwillig weitere Beträge in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen lassen. Diese freiwillige Entgeltumwandlung wird vom Arbeitgeber mit einem Zuschuss von 16 % gefördert. "Mit der hogarente, die über einen Tarifvertrag organisiert ist, beschreiten wir den richtigen Weg im Sinne der Mitarbeiter und Unternehmer in der Dienstleistungsbranche Nr. 1 in Deutschland. Gemeinsam haben wir die Herausforderung angenommen und die bestmöglichen Lösungen erarbeitet", freuten sich Dehoga-Präsident Fischer und der 1. NGG-Vorsitzende Möllenberg.
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