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Kurzarbeit im Gastgewerbe kräftig gesunken

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte einen Zuschuss zahlen, wenn Unternehmen Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit holen oder neue einstellen.
IMAGO / Ralph Peters
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte einen Zuschuss zahlen, wenn Unternehmen Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit holen oder neue einstellen.

Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im April kräftig gesunken. 426.000 Menschen waren auf Kurzarbeit, nach 696.000 im März. Das sind noch 1,3 Prozent der Beschäftigten, nach 2,1 Prozent. Im Gastgewerbe sank die Zahl der Kurzarbeitenden von 196.000 auf 90.000, also von 18,4 auf 8,5 Prozent der Beschäftigten. Das schätzt das ifo Institut aufgrund seiner Umfragen und Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

"Die deutlichsten Rückgänge gab es erneut in den kontaktintensiven Branchen, die sich weiter von Corona erholen", sagt ifo-Experte Stefan Sauer. "Im Gastgewerbe hat sich die Zahl mehr als halbiert. Auch in der Verkehrsbranche gab es einen erheblichen Rückgang. Und sogar in der Industrie nahmen die Zahlen ab, trotz der Lieferengpässe."

Im Gastgewerbe sank die Zahl saisonbereinigt von 196.000 auf 90.000, also von 18,4 auf 8,5 Prozent der Beschäftigten. Im Einzelhandel ließ die Kurzarbeit ebenfalls nach, von 44.000 auf 35.000, also von 1,8 auf 1,4 Prozent. Die Industrie verringerte die Zahl ihrer Kurzarbeitenden von 179.000 auf 135.000 (1,9 Prozent). In der Autoindustrie sank die Zahl von 59.000 auf 41.000 (4,4 Prozent).

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Kurzarbeit hatte Rekordwert

Vor Corona hatte die Zahl der Kurzarbeitenden im Februar 2020 bei 134.000 gelegen, im März 2020 war sie auf 2,6 Millionen gesprungen und im April 2020 hatte sie den Rekordwert von 6 Millionen erreicht. Der vorherige Höchstwert während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise lag im Frühjahr 2009 bei 1,5 Millionen Kurzarbeitenden.

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