ifo Institut

Kurzarbeiter-Zahl in der Branche auf Vor-Pandemie-Niveau

Kurzarbeit im Gastgewerbe nimmt ab.
IMAGO / Shotshop
Kurzarbeit im Gastgewerbe nimmt ab.

In so gut wie allen Wirtschaftsbereichen sinkt die Zahl der Kurzarbeitenden. Im Gastgewerbe sogar auf eine so niedrige Quote wie zuletzt vor der Pandemie. Das schätzt das ifo Institut aufgrund seiner Befragungen und der Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Nach den ifo-Schätzungen waren im Mai 41.900 Mitarbeitende im Gastgewerbe in Kurzarbeit. Das entspricht einer Quote von 3,9 Prozent. Im Vormonat hatte die Quote noch bei 7,2 Prozent gelegen. Sowohl in absoluten wie relativen Zahlen waren das die niedrigsten Werte seit April 2020.

Kurzarbeit geht insgesamt zurück

In der gesamten Wirtschaft ist die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland im Mai auf 277.000 gesunken, von 399.000 im April. Das sind noch 0,8 Prozent der Beschäftigten, nach 1,2 Prozent im April.  "Der Rückgang zieht sich durch alle Wirtschaftszweige", sagt ifo-Experte Stefan Sauer.

"Die größten Rückgänge verzeichnen der Handel, wo Kurzarbeit kaum noch eine Rolle spielt (0,5 Prozent), und das Gastgewerbe, wo noch 3,9 Prozent der Beschäftigten oder 42.000 Menschen auf Kurzarbeit sind."


Ausreißer nach oben sind die Autoindustrie mit 4,1 Prozent oder 38.000 Beschäftigten, die Textilhersteller mit 3,9 Prozent oder 13.000 Beschäftigten und die Drucker mit 4,2 Prozent oder 5.000 Beschäftigten.

Aufgrund des Rückgangs der Kurzarbeit wird das ifo Institut die Daten nicht mehr jeden Monat abfragen. Künftig erfolgt die Erhebung quartalsweise. Die nächste Befragung findet im August 2022 statt.

stats