Infektion

Corona-Ausbruch bei Block House unter Kontrolle

In der Fleischerei in der Block House Zentrale in Hamburg kam es zu Corona-Fällen.
imago images
In der Fleischerei in der Block House Zentrale in Hamburg kam es zu Corona-Fällen.

Am 13. November informierte ein Mitarbeiter aus der Fleischerei bei Block House seinen Arbeitgeber, dass bei ihm durch seinen Hausarzt eine Covid-19-Infektion festgestellt wurde. Sofort ergriff das Unternehmen die notwendigen Maßnahmen, um die Belegschaft zu schützen und die Produktion zu sichern.

Die unmittelbaren Kollegen des Erkrankten wurden am Dienstag, 17. November, getestet. Auf Grundlage des bestehenden Sicherheitskonzepts  wurden die PCR-Testungen durch ein Hamburger Fachlabor am Donnerstag, 19. November, ausgeweitet, um zu ermitteln, ob es weitere asymptomatische Infektionen gibt.

Diese Reihentestung aller 133 Beschäftigten der Fleischerei hat ergeben, dass insgesamt 20 Personen infiziert sind. Auch diese Information wurde sofort an das Gesundheitsamt Hamburg Wandsbek gegeben. Damit wurde wertvolle Zeit für die Nachverfolgung gewonnen. Zusammen mit dem Gesundheitsamt werden nun die möglichen Ursachen geprüft. "Das Unternehmen hat aus unserer Sicht professionell und umsichtig agiert und alle Personen, für die auch seitens des Gesundheitsamtes eine Quarantäne-Anordnung erfolgt wäre, bereits eigenständig und vorsorglich in Quarantäne geschickt", lobt das Amt.

Technisch ist die Block House Fleischerei auf dem neuesten Stand: Eine reine Außenluftanlage sorgt in den auf konstant 7,5°C gekühlten Räumen für eine Frischluftzufuhr von 15.000 Kubikmeter pro Stunde. Das heißt, die Luft in der Produktion wird 3,5 Mal pro Stunde komplett ausgetauscht.

Anders als in anderen Fleischproduktionen wird die Luft hier also nicht lediglich umgewälzt, sondern wirklich komplett ausgetauscht.

Das Gesundheitsamt konnte aufgrund der umfassenden und vollständigen Liste aller Mitarbeiter sowie der möglichen Kontaktpersonen sehr schnell 37 Kontaktpersonen der Kategorie I ermitteln. „Nach unserer Einschätzung hat sich das Unternehmen gut vorbereitet und könnte mit seinem durchdachten Hygienekonzept einer größeren Ausbreitung des Infektionsgeschehens vorgesorgt haben“, heißt es aus dem Amt.

Das Unternehmen steht im ständigen Austausch mit den infizierten Mitarbeitern. „Es ist uns wichtig, zu wissen, wie es unseren Mitarbeitern geht. Wir telefonieren regelmäßig mit ihnen in der häuslichen Quarantäne und fragen, wie es ihnen geht und wie wir sie bestmöglich unterstützen können – insbesondere bei der Versorgung mit Lebensmitteln“, heißt es aus dem Unternehmen. 

Generell sind die Beschäftigten angewiesen, nur gesund zur Arbeit zu kommen. Im Betrieb gelten Abstandsregelung und Maskenpflicht. Alle Mitarbeiter sind mit FFP-2-Schutzmasken ausgerüstet. Außerdem beantworten alle Mitarbeiter bei Arbeitsantritt Fragen zu ihrer Gesundheit und lassen ihre Körpertemperatur messen.

Die Produktion wird aufgrund des Corona-Ausbruchs nicht gedrosselt. „Wir verfügen über ausreichend Kapazitäten, weil die Gastronomie geschlossen ist. Durch unser spezielles Schichtsystem produzieren wir planmäßig weiter. Unsere Lieferfähigkeit steht“, so Sprecherin Christina Schreiner.
stats