Inflation

Preisanstieg im Großhandel schwächt sich ab

Der Preisauftrieb im Großhandel hat gegenüber dem Vormonat September etwas nachgelassen.
IMAGO / Rolf Poss
Der Preisauftrieb im Großhandel hat gegenüber dem Vormonat September etwas nachgelassen.

Die Großhandelspreise haben im Oktober etwas nachgegeben, meldet das Statistische Bundesamt. Mineralölerzeugnisse und Reststoffe sind billiger geworden, Obst, Gemüse und Getreide hingegen teurer.

Der starke Preisauftrieb im deutschen Großhandel hat sich abgeschwächt. Im Oktober stiegen die Preise um 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Gemessen am September 2022 gaben sie leicht um 0,6 Prozent nach. Zum Vormonat seien insbesondere die Großhandelspreise für Mineralölerzeugnisse um gut 5 Prozent gefallen, auch Altmaterial und Reststoffe verbilligten sich (-10,5 Prozent). Dagegen verteuerten sich unter anderem Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreide etwas, so die Statistiker.

In den vergangenen Monaten sind die Großhandelspreise hochgeschossen. Im September waren sie verglichen mit dem Vorjahresmonat um fast ein Fünftel (19,9 Prozent) gestiegen, noch mehr als im August (18,9 Prozent).

Auch im Oktober trieben stark steigende Preise für Rohstoffe und Vorprodukte die Großhandelspreise an. So waren Mineralölerzeugnisse rund 41,5 Prozent teuer als im Vorjahresmonat, der Zuwachs fiel aber nicht mehr so stark aus wie im September (plus 62 Prozent). Auch bei chemischen Produkten schwächte sich der Preisauftrieb im Oktober auf hohem Niveau (plus 38,7 Prozent) etwas ab.

Der Großhandel ist eine von mehreren Wirtschaftsstufen, auf denen sich das allgemeine Preisniveau bildet. Neben dem Großhandel zählen dazu die Preise für nach Deutschland eingeführte Güter und die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten. Sie alle wirken auf die Verbraucherpreise ein, an denen die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone ist der Preisauftrieb derzeit sehr hoch.
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