Initiative Gastronomie Frankfurt e. V.

Plattform für Solidarität in der Krise

Mitte April will die Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF) ihre Solidaritäts-Plattform freischalten.
IGF
Mitte April will die Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF) ihre Solidaritäts-Plattform freischalten.

Auf einer zentralen Online-Plattform will die Initiative Gastronomie Frankfurt e. V. (IGF) ihren 90 Mitgliederbetrieben aktiv helfen - und den ausbleibenden Gästen ein umfangreiches Entertainment-Angebot liefern. FFMLY lautet der Name der neuen Plattform, die Mitte dieses Monats unter www.ffmly.de online gehen wird.

„FFMLY steht in erster Linie für ‚Frankfurter Familie‘ und symbolisiert das, wofür die IGF und alle anderen Kulturschaffenden in der Stadt einstehen: Zusammenhalt und Solidarität“, erklärt Madjid Djamegari, Vorstandsvorsitzender der IGF.

Auf der umfangreichen Plattform bündelt die Initiative Angebote und Aktionen für ihre Gäste. „Wir bieten das, was wir am besten können: kochen, unterhalten und gute Gastgeber sein. Zum anderen setzen wir uns dafür ein, gastronomische Betriebe, Mitarbeiter, Künstler und unser Umfeld finanziell zu unterstützen, die durch die Corona-Krise in ernste Not gekommen sind. Unser Signal: Wir leisten einen aktiven Beitrag, und wir stehen als Bürgerschaft und Solidargemeinschaft in Frankfurt zusammen“, so Madjid Djamegari.

Madjid Djamegari (rechts), Vorstandsvorsitzender der Initiative Gastronomie Frankfurt, und sein Stellvertreter James Ardinast setzen sich für die Interessen der Gastronomie ein.
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Madjid Djamegari (rechts), Vorstandsvorsitzender der Initiative Gastronomie Frankfurt, und sein Stellvertreter James Ardinast setzen sich für die Interessen der Gastronomie ein.


Um sich gegenseitig, aber auch anderen zu helfen, haben die Mitglieder nun verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht: Über die von der IGF initiierten Plattforum FFMLY sollen mithilfe von Crowdfunding Gelder für die durch die Corona-Krise besonders schwer betroffenen Betriebe gesammelt werden. Die Website wird über verschiedene Rubriken verfügen. Dazu gehört eine tagesaktuelle Liste aller IGF-Betriebe in Frankfurt, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten oder ausliefern.

Online-Kochkurse und Home Stories

Die Plattform bietet aber vor allem Entertainment in Form von Streaming-Angeboten an – darunter von Musikern und DJs aus Frankfurter Bars und Clubs, aber auch von Köchen und Gastgebern, die Kochkurse abhalten oder Home Stories liefern. Bereits jetzt erfährt die Plattform großen Zuspruch: Künstler haben sich bereit erklärt, exklusiven Streaming-Content zur Verfügung zu stellen. 
„Alle Aktionen auf FFMLY zielen darauf ab, über Fundraising Gelder zu sammeln, die für solidarische Zwecke und Härtefälle eingesetzt werden.“
Madjid Djamegari, IGF-Vorstand

Auch andere, bereits bestehende Aktionen, sollen auf der Plattform unterstützt werden, etwa „Kochen für Helden“, eine Initiative, die zum Beispiel Krankenhauspersonal mit hochwertiger Verpflegung versorgt. Überdies bringt die IGF in einer Jobbörse Unternehmen und Organisationen aus der Region, die dringend personelle Unterstützung suchen mit Angestellten aus Gastronomie und Entertainment zusammen, die ihr Kurzarbeitergeld aufstocken wollen. 

Unterstützung erhält die IGF von der Stadt Frankfurt: Wirtschaftsdezernent Markus Frank übernimmt die Schirmherrschaft für das Projekt. „Die Plattform der IGF ist beispielhaft für unsere Stadt, da sie den Solidaritätsgedanken eindrucksvoll unter Beweis stellt. Dass die Mitglieder so viele Maßnahmen auf einer Seite zusammengebracht haben, mit dem Ziel, den in Not geratenen Betrieben eine finanzielle Stütze zu sein, ist in diesen Zeiten besonders wertvoll“, so Frank.

Support kommt aber nicht nur von der Stadt Frankfurt: „Wir bekommen jetzt schon viele Anrufe von Industriepartnern, Zulieferern und Freunden, die proaktiv ihre Unterstützung angeboten haben. Wir hoffen, dass wir mit Hilfe der Frankfurter Bürgerschaft und der Frankfurter Unternehmen das erhalten können, was diese Stadt so lebens- und liebenswert macht. Die vielen kleinen, individuellen Gastronomien und die einzigartige Club- und Kulturlandschaft“, so Djamegari. 
 
Über die IGF
Die IGF wurde Ende 2015 ins Leben gerufen und setzt sich unter ihrem Vorstandsvorsitzenden Madjid Djamegari und seinem Stellvertreter James Ardinast für die Interessen der Gastronomen und die Position des Gastgewerbes in Frankfurt am Main ein. Ziel ist es, einen kontinuierlichen und partnerschaftlichen Dialog mit der Stadt, Behörden, Politik, Wirtschaft und weiteren Interessengemeinschaften zu führen und zu fördern. Damit will die Initiative zu einer verbesserten und positiven öffentlichen Wahrnehmung der Gastronomieszene beitragen und in diesem Sinne das Gewerbe attraktiver, gerechter und sicherer für nationale und internationale Gäste sowie Arbeitgeber und Arbeitnehmer machen. Aktuell gehören der IGF 90 Betriebe aus Frankfurt und dem benachbarten Offenbach an.





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