Insider-Tipps (28)

Lieblingsorte: Top 5 in London


Foodies haben in London die Qual der Wahl. Aus der Vielfalt der Möglichkeiten hat Andreas Karlsson seine Top 5 herausgefiltert.
Roman Grac, Pixabay
Foodies haben in London die Qual der Wahl. Aus der Vielfalt der Möglichkeiten hat Andreas Karlsson seine Top 5 herausgefiltert.

FOOD SERVICE befragt exklusiv die Profis der Gastronomie-Branche nach Empfehlungen für Lieblings-Locations in ihrer (Wahl-)Heimat. Heute verrät Andreas Karlsson, Group COO bei Sticks’n’Sushi, seine Lieblingslokale in London.

"Es gibt ein Sprichwort, das besagt: Wer der britischen Metropole London überdrüssig wird, ist des Lebens überdrüssig. Meiner Ansicht nach sind es Restaurants wie die folgenden fünf, die London so lebendig und spannend machen", sagt Andreas Karlsson, der das UK-Geschäft für Sticks’n’Sushi aufgebaut hat.

Gloria

Karlssons Lieblingsitaliener in London hat französische Wurzeln: Das Gloria gehört zur Big Mamma Group.
Joann Pai
Karlssons Lieblingsitaliener in London hat französische Wurzeln: Das Gloria gehört zur Big Mamma Group.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass London ein echt hartes Pflaster ist für jedes Unternehmen, das hier ein internationales Restaurant-Konzept etablieren will. Absoluten Respekt und Bewunderung hat sich daher in meinen Augen die französische Big Mamma Group verdient, die in nahezu perfekter Ausführung ihr erstes italienisches Restaurant Gloria in Shoreditch gelauncht hat.

Riding House Café

Essen von früh bis spät und eine teuflisch gute Bar noch dazu – so das Konzept des Riding House Café.
Riding House Café
Essen von früh bis spät und eine teuflisch gute Bar noch dazu – so das Konzept des Riding House Café.
Für alle, die den ganzen Tag zur Dining Hour ernannt haben, ist das Riding House Café auf der Great Titchfield Street in Fitzrovia der richtige Ort. Das neuseeländisch inspirierte Café deckt den ganzen Tag in vier Mahlzeiten-Kategorien ab: Frühstück, Brunch, Lunch und Dinner. Wer dann noch nicht zufrieden ist, findet eine erlesene Auswahl an Cocktails auf der Karte.

Dirty Bones

Die Inspiration für das Konzept Dirty Bones kommt aus New York. In London findet man bereits vier Locations der Marke, eine weitere in Oxford.
Dirty Bones
Die Inspiration für das Konzept Dirty Bones kommt aus New York. In London findet man bereits vier Locations der Marke, eine weitere in Oxford.
Wen der Heißhunger nach Soul Food und guten Drinks packt, der sollte sich Richtung Süden aufmachen und sich in Soho begeistern lassen: Dirty Bones in der dritten Etage des Kingly Court (dreistöckige Food-Destination mit 21 internationalen Konzepten) befriedigt das Verlangen nach Comfort Food mit unwiderstehlichen Burgern und käsigen Trüffel-Fritten.

Dishoom

Mit indischem Essen und lässiger Atmosphäre hat das Dishoom eine große Fangemeinde gewonnen.
John Carey
Mit indischem Essen und lässiger Atmosphäre hat das Dishoom eine große Fangemeinde gewonnen.
Unweit des Kingly Court auf der Kingly Street findet sich auch Dishoom, ein eklektisches indisches Lokal in der Tradition der Parsi Cafés Mumbais. Auf der Karte stehen Bombay Food und Drinks. Legendär ist das Dishoom auch für seine langen Schlangen und den Chai Tee, der zum Essen gratis serviert wird.
Parsi-Cafés
Parsi-Cafés tauchten Ende des 19. Jahrhunderts in Mumbai auf. Sie wurden von Parsis-Zoroastrianern gegründet, die vor der religiösen Verfolgung in ihrer Heimat Persien flohen. In der vom Kastensystem geprägten Gesellschaft boten sie einen Ort, an dem sich verschiedene Teile der indischen Gesellschaft frei vermischten.

Bone Daddies

Bei Bone Daddies gibt es kräftige Ramen. Karlssons Lieblingslocation unter den neun Londoner Standorten ist das Restaurant auf der Peter Street.
Bone Daddies
Bei Bone Daddies gibt es kräftige Ramen. Karlssons Lieblingslocation unter den neun Londoner Standorten ist das Restaurant auf der Peter Street.
Nicht zuletzt dank meiner Jahre bei Wagamama habe ich wohl eine ganze Menge Ramen verputzt. Wirklich kräftige, geschmackvolle Ramen mit Pfiff findet man bei Bone Daddies auf der Peter’s Street. Der Laden bietet sieben Tage die Woche Ramen und Rock 'n' Roll.

Andreas Karlsson
Als Managing Director UK verantwortet Andreas Karlsson das Geschäft der dänischen Marke Sticks’n’Sushi in Großbritannien. 2011 wechselte der gebürtige Schwede von Wagamama zu Sticks’n’Sushi. 2012 launchte er das erste Restaurant der Gruppe in London, im September dieses Jahres soll Nummer neun auf der Beak Street in Soho folgen.
London ist für Karlsson mehr als eine vorübergehende Karrierestation. Bereits in seinen 20ern kam der Schwede in die englische Hauptstadt. Erste Karriere-Station: ein Hotel auf der Tottenham Court Road. Mittlerweile hat sich Karlsson in puncto Expansion asiatischer Food Brands verdient gemacht. 1995 heuerte er bei Wagamama an und blieb dort 15 Jahre lang. Zuletzt trug er als Director of International Licensing zum weltweiten Roll-out von Wagamama bei.
Das erste Sticks'n'Sushi öffnete 1994 in Kopenhagen seine Türen. Im Großraum der dänischen Hauptstadt gibt es mittlerweile zwölf Filialen. 2017 wagten die Dänen mit ihrem Konzept den Sprung nach Berlin.
Kulinarisch schlägt Sticks'n'Sushi die Brücke zwischen japanischer Hochküche und typischem Streetfood (gegrillte Yakitori-Spieße). Auch die nordische Heimat der Kette ist Teil des Konzepts. Wenn etwa Dill und geräucherter Käse mit knuspriger Hühnchenhaut in die Reisrolle gewickelt werden, dann erweitert man die klassisch japanischen Gerichte um ein typisch dänisches Geschmacksbild.


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