Insider-Tipps (43)

Lieblingsorte: Top 5 in Frankfurt

Die neue Altstadt in Frankfurt glänzt - doch gastronomisch spielt die Musik (noch) an anderen Orten.
Holger Ullmann
Die neue Altstadt in Frankfurt glänzt - doch gastronomisch spielt die Musik (noch) an anderen Orten.

Branchen-Profis empfehlen hier jeden Donnerstag ihre fünf Top-Gastro-Locations in ihren Lieblingsstädten. Madjid Djamegari nimmt uns mit in seine Heimatstadt Frankfurt. Hier und auf Sylt hat er Szene- und Sterne-Projekte gemanagt und sitzt im Landesvorstand der Dehoga Hessen, zuständig für den Fachbereich Gastronomie.

 


Die indische Ausnahme

Indische Cuisine par excellence - das Aman im Frankfurter Bankenviertel.
Aman
Indische Cuisine par excellence - das Aman im Frankfurter Bankenviertel.

Eigentlich mag ich kein indisches Essen, weil in den meisten Fällen die (Über-)Fülle der Gewürze und der Schärfegrad den Eigengeschmack der Zutaten komplett übertönen. Das AMAN ist eine absolute Ausnahme; die Qualität und Frische der Zutaten, gepaart mit der ausgewogen gewürzten, dennoch authentischen Zubereitung, machen es zu einem meiner derzeitigen Lieblingsrestaurants. Dazu gibt es ein modernes Interieur und eine gut sortierte Weinkarte. Das hat in Frankfurt gefehlt.

Toscana am Main

Pasta steht in dem kleinen Restaurant Pasta Davina im Mittelpunkt.
promo
Pasta steht in dem kleinen Restaurant Pasta Davina im Mittelpunkt.

Was Roswitha in ihrer kleinen Küche mit ihrem Team auf die Tische bringt, ist einmalig. Serviert werden ausschließlich Antipasti -und Pasta-Variationen nach toskanischen Hausfrauenrezepten. Selbstverständlich werden im Pasta Davini alle Speisen inhouse und per Hand produziert. Hier ist Italien wirklich alla Mamma, dazu ist der Umgang herzlich familiär und das Ambiente liebenswert altmodisch. Zum Glück liegt das Restaurant nicht bei mir um die Ecke, ansonsten hätte ich wahrscheinlich noch einmal 10 Kilo mehr auf den Rippen.

 

Europäische Küche ohne Grenzen

Das Restaurant Heimat besticht durch das außergewöhnliche Gebäude - und die gehobene Küche.
Peter Niepagenkemper
Das Restaurant Heimat besticht durch das außergewöhnliche Gebäude - und die gehobene Küche.

Hier stimmt einfach alles; das Interior Design in der ehemaligen Jazz-Kneipe, der unkomplizierte, professionelle Umgang mit dem Gast und vor allem die Speisen & die Weine. Was Chefkoch Gregor Nowak, vor Urzeiten Sous-Chef von Volker Drkosch, in einer 2 Quadratmeter Küche zubereitet, grenzt an Magie. Seine (europäische) Küche kennt keine Grenzen, ist tagfrisch und raffiniert und immer wieder überraschend. Dazu hat Sommelier & Inhaber Oliver Donnecker eine Weinkarte zusammengetragen, die insbesondere mit vielen grandiosen deutschen Weinen glänzt. Unverkennbar: hier in der Heimat werkelt seit Jahren eines der besten und konstantesten Gastro-Teams der Stadt.

Madjid Djamegari

Madjid Djamegari ist seit 1999 ein aktiver Player in der Frankfurter Trend-Gastronomie- Szene.  Als Gründer, Aktionär und Vorstandsvorsitzender der King Kamehameha AG realisierte er den „King Kamehameha Club", "King Kamehameha Beach Club" und die "King Kamehameha Suite", allesamt wegweisende Projekte im Rhein-Main-Gebiet.  Alle Unternehmen wurden mehrfach für ihre innovativen Konzepte ausgezeichnet. Die "King Kamehameha Suite" in Frankfurt am Main bekam 2008 einen Michelin-Stern und gehörte damit zu den 300 besten Restaurants in Deutschland.

Madjid Djamegari verließ das Unternehmen Ende 2008 und gründete die Beratungsgesellschaft "DCH – Djamegari Contemporary Hospitality", die u.a. die Deutsche Bank AG bei der Konzeptionierung ihrer Gastronomie Flächen in der Zentrale beraten hat. Zu dieser Tätigkeit gehörte auch die Interims-Geschäftsführung der Sturmhaube auf Sylt, eine der ersten Adressen der Insel.
Seit 2012 betreibt Madjid Djamegari als Geschäftsführender Gesellschafter der Gibson GmbH & Co.KG  den "Gibson Club" in Frankfurt, zudem die Cocktail Bar Pearly Gates". 2017 kam die Event- und Konzeptionsagentur Lucille GmbH dazu, die im Zusammenspiel mit Immobilien-Entwicklern Interims-Projekte wie "Abs Bar", "Yard" und "Off.Yard" umgesetzt hat.

 Im April 2019 gründete Madjid Djamegari mit drei erfahrenen Partnern "OMAKASE FOUR GMBH", eine private Boutique Investmentgesellschaft, die sich auf die Akquisition, Wachstum und Entwicklung von Gastronomie-Brands und -Beteiligungen spezialisiert. Er ist auch ist Vorstand der "Initiative Gastronomie Frankfurt e.V.", die in Frankfurt die Interessen von 60 gastronomischen Betrieben vertritt, sowie Landesvorstand des DEHOGA in Hessen, zuständig für den Fachbereich Gastronomie.

 

Meister Sakamoto zaubert

Etwas versteckt im Hotel gelegen - mit des beste Sushi der Stadt im Sushimoto.
Sushimoto
Etwas versteckt im Hotel gelegen - mit des beste Sushi der Stadt im Sushimoto.

Ich gebe es zu, die Einrichtung hat ihre besten Jahre hinter sich und auch der Eingang inmitten einer der hässlichsten Passagen des Universums ist nicht einladend. Dazu riecht man jedem Besuch als hätte man in einer Frittenbude übernachtet, Grund sind die Teppanyaki-Platten. Aber: Meister Sakamoto zaubert immer noch das mitunter beste Sushi der Stadt auf den Teller. Die Qualität und Frische der Fische ist überragend und das Sushi-Mittagsmenü für 20 Euro unübertroffen in Bezug auf Preis-/Leistung. Mein favorisierter Lunch-Place!

 

Lebensgefühl pur

Die Brüder Ardinast zelebrieren die Levante-Küche in ihrer Bar Shuka.
Bar Shuka
Die Brüder Ardinast zelebrieren die Levante-Küche in ihrer Bar Shuka.

Ja, levantinische Küche ist hip. Und die Macher James und David Ardinast sind hip. Und das Bahnhofsviertel ist es sowieso. Aber darum geht es hier nicht. Die Speisen, die in der Bar Shuka serviert werden, sind einfach wahnsinnig lecker und die Atmosphäre vermittelt das Lebensgefühl des Nahen Ostens. Hier mischt sich, was eigentlich nicht zusammengehört, zu einer urbanen, liebevoll hektischen Szenerie. Derzeit bildet kein anderes Restaurant das Lebensgefühl dieser Stadt so authentisch ab, wie die Bar Shuka!

 



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