Insolvenz

Vapiano Österreich ebenfalls pleite

Viele der 230 Vapiano Restaurant weltweit werden auch nach Corona nicht mehr öffnen.
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Viele der 230 Vapiano Restaurant weltweit werden auch nach Corona nicht mehr öffnen.

Nach der Insolvenz der deutschen Restaurantkette Vapiano Ende März hat nun auch die Österreich-Tochter beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren beantragt.

Betroffen sind 14 österreichische Vapiano-Standorte und rund 700 Mitarbeiter, zwei weitere Restaurants in Innsbruck und eines in Linz mit insgesamt 150 Mitarbeitern werden von Franchisenehmern geführt.
Die Franchise-Restaurants sind wie in Deutschland vom Sanierungsverfahren nicht betroffen. Die Insolvenz sei eine „direkte Konsequenz aus dem Insolvenzverfahren  von Vapiano Deutschland und ist nicht durch die österreichische Organisation verursacht“, erklärte Vapiano Österreich.

Vapiano SE hatte zum 1. April aufgegeben

Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Köln hatte am 20. März seine Insolvenz mitgeteilt und erklärt, der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit sei aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs eingetreten. Zugleich hatte das Unternehmen einen "dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise" gerichtet. Doch am 1. April musste dann endgültig Insolvenz beantragt werden. 55 deutsche Restaurants und rund 2000 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die 29 Franchise-Restaurants in Deutschland jedoch nicht.

Neues auspropiert

Wie auch in Deutschland habe man in Österreich bis zuletzt aufgrund einer neuen Speisekarte mit stärkerem Fokus auf vegane Gerichte und größerer Auswahl zusätzliche Kundengruppen erschließen wollen und wohl auch können.

Doch war die angehäufte Schuldenlast der Gesellschaft einfach zu groß. Am Schluss drückten weitere 37,6 Mio. Euro, die Vapiano fehlten, um weiter bestehen zu können.



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