Interview

5 Fragen an Ciao Bella


Navid Saidi, Geschäftsführender Gesellschafter der Ciao Bella Lizenz GmbH, will mit der Italo-Marke in City-Lagen expandieren.
Ciao Bella
Navid Saidi, Geschäftsführender Gesellschafter der Ciao Bella Lizenz GmbH, will mit der Italo-Marke in City-Lagen expandieren.

Vor wenigen Wochen eröffnete die Gustoso Gruppe am Frankfurter Hauptbahnhof den Standort Nummer 50 der Pizza&Pasta-Formel Ciao Bella. In hoher Schlagzahl soll sich die Expansion nun fortsetzen: „10 bis 15 neue Standorte pro Jahr sind angepeilt“, sagt Navid Saidi, Geschäftsführender Gesellschafter von Ciao Bella.   

 
Wie sieht die zukünftige Marschroute für die Marke Ciao Bella aus?
Momentan haben wir 50 Ciao Bella Standorte deutschlandweit. Unser Ziel ist es, 10 bis 15 Standorte jährlich zu eröffnen, wobei der Fokus auf dem Ausbau der City-Standorte liegt. Natürlich sind auch weiterhin Lagen an Bahnhöfen beziehungsweise die Ausweitung auf Flughäfen angedacht. Ein zentrales Thema, das wir vorantreiben, ist Home Delivery. Unsere Gäste können in Zukunft nicht nur bei uns in den Restaurants essen, sondern sich ihr Essen auch liefern lassen.  
 
Mit 50 Standorten ist Ciao Bella eine Marke mit durchaus großer Reichweite. Warum ist die Markenbekanntheit vergleichsweise klein?
Den Fokus unserer Kommunikation legen wir momentan auf die unmittelbare Umgebung der einzelnen Standorte bzw. Standort-Cluster. So haben wir in Nord-und Mitteldeutschland eine relativ hohe Bekanntheit, wie zum Beispiel in Hamburg mit unseren zehn Standorten. Die nationale Kommunikation wird fokussiert, sobald wir unsere Präsenz im Süden Deutschlands ausgeweitet haben. So gibt es in Bayern bis dato zwei Standorte in und um Ulm, in München werden wir demnächst zwei weitere Filialen eröffnen. Zusätzliche Restaurants sind in der Entwicklung und Planung. 
 
Ciao Bella
Aktuell zählt die Marke Ciao Bella 50 Standorte in Deutschland, allein zehn davon in Hamburg. Das Angebot von Ciao Bella umfasst unter anderem hausgemachte Pizzen, unterschiedliche Pasta-Varianten sowie frische Salate. Begonnen hat das Konzept im klassischen QSR-Format. Mittlerweile bieten 90 Prozent der Standorte Full Service an. Eine Ausnahme stellen Kantinen-Standorte in Betrieben (Pizza-Stationen in den Daimler-Werken Untertürkheim und Sindelfingen) dar. Der Expansions-Fokus hat sich von Handels-Standorten Richtung City und Verkehrs-Hubs verlagert. 

Wie hat sich die Ausrichtung der Formel seit ihrem Bestehen verändert?
Das Konzept von Ciao Bella wurde seit der Entstehung kontinuierlich weiterentwickelt. Selbstverständlich halten wir unsere Speisekarte immer up-to-date, daneben wurden aber auch das Logo, das Design und die operativen Abläufe angepasst. Zusätzlich haben wir am Format gearbeitet: Ursprünglich als reines Counterkonzept angedacht, bieten wir in den neuen Standorten große Sitzbereiche mit Full Service. Aktuell bauen wir zwei Standorte in München mit jeweils circa 100 Sitzplätzen. Außerdem kam in den letzten Jahren unser Kantinenformat hinzu. Hier galt es die Herausforderung zu meistern, frisches Essen bei einem Absatz von bis zu 400 Speisen pro Stunde anzubieten, ohne unsere DNA zu ändern: der Teig und die Saucen werden in jedem Restaurant täglich frisch zubereitet. In den letzten Monaten haben wir unsere Aufmerksamkeit verstärkt auf die City-Standorte gelegt, was eine Ausweitung der Zielgruppe mit sich führt und auch positiv auf die Markenbekanntheit ausstrahlt. 
 
Kaum eine Foodservice-Kategorie kennt so viele Wettbewerber wie das Pizza/Pasta-Geschäft. Worin besteht ihr USP?
Die meisten Konzepte in unserem Segment haben nicht „den einen“ USP. Es ist eine Kombination aus mehreren Faktoren. Im Vordergrund steht für uns die Einfachheit des Konzepts mit dem Fokus auf beste Qualität bei einem sehr fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir können von 50 bis hin zu 300 Quadratmeter großen Restaurantbetrieben alles bespielen. Wegen der Einfachheit des Konzepts, der breiten Kundengruppen, der hohen Absatzgeschwindigkeit – in einigen Standorten haben wir pro Tag bis zu zehn Sitzplatzwechsel – der geringen baulichen Anforderungen und der flexiblen Personalbesetzung, können wir sowohl in umsatzstarken Hochfrequenzlagen als auch in B-Lagen profitabel arbeiten. Auf kleinster Fläche gibt es meines Wissens keine Pizza/Pasta-Marke in Deutschland, die einen ähnlich hohen Umsatz pro Quadratmeter macht wie Ciao Bella.
 
Wie sieht die Franchise-Strategie von Ciao Bella aus?
Sieben Standorte werden in Eigenregie, alle weiteren von Franchise-Nehmern betrieben. Wir haben sowohl Einzelfranchise-Nehmer als auch Multibetreiber mit zwei oder mehreren Standorten. Da wir erst seit wenigen Jahren zügig wachsen, nimmt die Zahl der Multi-Unit-Betreiber, die Standorte aus eigener Kraft eröffnen, aktuell stark zu. Zukünftig wollen wir zusätzlich mit großen Franchise-Nehmern im Travel-Bereich wachsen. In einzelnen Regionen sprechen wir aktuell mit bonitätsstärkeren und erfahrenen Multi-Unit-Partnern, denen wir mit der Gustoso Gruppe drei attraktive Marken anbieten können: Ciao Bella, Cotidiano und Ruff’s Burger.
Gustoso Gruppe
Die Marke Ciao Bella gehört zur Gustoso Gruppe, einer schnell wachsenden Systemgastronomie-Gruppe. Zum Portfolio des deutschlandweit agierenden Unternehmens gehören die Marken: Cotidiano, Sushi Wrap, Ciao Bella und Ruff’s Burger. Im foodservice Top 100-Ranking landete die Gustoso-Gruppe 2018 auf Platz 96 (Vorjahr: 124) mit einem Nettoumsatz von 28,1 Mio. Euro in 55 Betrieben (Stand: 31.12.2018).




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