Interview

"Foodtrucks in Deutschland sind kein Hype"

Klaus P. Wünsch kennt die Foodtruck- und Streetfood-Szene.
K. P. Wünsch
Klaus P. Wünsch kennt die Foodtruck- und Streetfood-Szene.

Klaus P. Wünsch betreibt das Internet-Portal Foodtrucks Deutschland und ist ein versierter Kenner der Foodtruck- und Streetfood-Szene. Im Interview spricht er über Entwicklungen, Trends und Herausforderungen in diesem harten Zweig der Gastronomie.




FOOD SERVICE: Wie ist der Status quo der deutschen Foodtruck-Szene?

Die Luft ist auf keinen Fall raus. Momentan gibt es etwa 2.000 Foodtrucks in Deutschland und wir kriegen immer neue Zuwächse. Noch sind geschätzt 80 Prozent der Foodtrucker keine gelernten Gastronomen, sondern Quereinsteiger. Das verlagert sich gerade. Wir beobachten mehr Zulauf etwa von Köchen, Bäckern oder Metzgern, die das Foodtruck-Geschäft als zusätzliche Einnahmequelle sehen oder als Marketing-Maßnahme für stationäre Konzepte nutzen. Für mich sind Foodtrucks in Deutschland kein Hype. Sondern etwas, das bleiben wird.

Lässt sich in der Szene eine gewisse Professionalisierung beobachten?

Ja, aber sehr individuell: Kleine 1-Truck-Unternehmen vergrößern Stück für Stück ihre Flotte. Andere spezialisieren sich: Sie setzen nicht mehr auf die klassischen drei Säulen Mittagsgeschäft, Festivals und Catering, sondern konzentrieren sich auf eine oder zwei. Das kann praktische Gründe haben, etwa weil in einer Stadt das Mittagsgeschäft nicht funktioniert, oder strategische – wie bei den Jungs von Celebrate Streetfood. Die machen nur noch Catering, können dafür aber mit ihren 14 Trucks und unterschiedlichen Konzepten bei Bedarf alleine einen kleinen Streetfood-Markt aufstellen.

Ist bei BBQ- und Burgerkonzepten eine Sättigung erreicht?

Gerade im Zusammenspiel mit den vielen festen Standorten stoßen wir an gewisse Grenzen. Der Burger gehört jedoch zum Streetfood. Es werden sich weiterhin jene Konzepte mit den besten Produkten oder vielleicht auch ein Stück weit dem besten Marketing durchsetzen.

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