Interview

Über den Tellerrand geschaut

Daniela Schultze war einer der Gewinner der Service-Bund-Reise nach Andalusien.
Ann-Cathrin Witte
Daniela Schultze war einer der Gewinner der Service-Bund-Reise nach Andalusien.

Im September verlosten wir zwei Plätze für die Service-Bund-Veranstaltung Campus for culinary friends, die vom 3. bis 6. November in Andalusien stattfand. Am Rande der Veranstaltung traf foodservice die Gewinnerin Daniela Schultze für ein kurzes Interview.

Frau Schultze, sie haben die Reise zum Campus for culinary friends gewonnen. Wie gefällt Ihnen die Veranstaltung bisher?
Daniela Schultze: Ich freue mich sehr, hier zu sein. Als Einkaufs- und Exportmanagerin bei der Point of Food GmbH tausche ich mich mit Gastronomen sonst vor allem im Rahmen von Einkaufsgesprächen aus. In den Vorträgen und Gesprächen vor Ort habe ich viel über die aktuellen Nöte und Sorgen der Gastronomie erfahren und dadurch eine ganz neue Perspektive auf meine Arbeit gewonnen.

Gibt es beim Campus for culinary friends Themen, die sich auch mit ihrer eigenen Arbeit überschneiden?
Schultze:
Als Hersteller von Convenience-Produkten, wie Pizza, Burger und Snacks, war für mich vor allem der Vortrag von Peter Griebel, Küchendirektor des Estrel Hotels in Berlin, interessant, weil er über die Rolle von moderner Convenience referiert hat. Besonders beeindruckt war ich davon, wie offen er den Kunden kommuniziert, dass er in seiner Küche Fertig- und Halbfertigprodukte einsetzt. Das ist ja ein durchaus sensibles Thema, wie wir selbst in unserer Arbeit immer wieder merken.

Was genau ist so sensibel an der Sache?
Schultze:
Convenience-Produkte haben häufig einen schlechten Ruf und werden deshalb nicht gerne gesehen. Wir vertreiben beispielsweise eine FitPizza in verschiedenen Sorten, die schnell aufgebacken und servierfertig ist. Gegenüber unseren Kunden in der Kita- und Schulverpflegung mussten wir in der Kommunikation besonders darauf hinweisen, dass dieses Produkt ohne Zusatzstoffe auskommt, die Beläge fettreduziert sind und der Teig zusätzlich einen erhöhten Ballaststoffanteil enthält. Generell beschäftigen sich die Menschen viel mehr mit ihrem Essen und dessen Herkunft, darauf muss man inzwischen vorbereitet sein.

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