KFC Deutschland

Expansionsstrategie "25 mal Fünf"

Marco Schepers, General Manager KFC DACH und Dänemark, will die KFC Marken-Präsenz in Deutschland stark ausbauen.
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Marco Schepers, General Manager KFC DACH und Dänemark, will die KFC Marken-Präsenz in Deutschland stark ausbauen.

KFC macht aus seinen ambitionierten Expansionsplänen in Deutschland keinen Hehl. Das erklärte Langfrist-Ziel ist eine Marke von 500 Units. Marco Schepers, General Manager Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark skizziert nun den Fahrplan bis 2025. Die Strategie "25 mal Fünf" sieht vor, dass bis Ende 2025 jede deutsche Stadt mit mindestens 40.000 Einwohnern ein KFC Restaurant hat. 

Um dieses Ziel sicher zu erreichen, sei es rein rechnerisch nötig, jedes Jahr bis zu 25 neue Restaurants in Städten zu eröffnen, in denen es bislang kein KFC Restaurant gibt. Statt der aktuell 174 Restaurants in Deutschland gäbe es in gut fünf Jahren 282 Standorte im gesamten Bundesgebiet, eine Steigerung um 62 Prozent.
Schepers erklärt den Hintergrund: "Die Marke KFC hat in den vergangenen Jahren gerade in Deutschland enorm an Popularität gewonnen. In den Ballungszentren sind unsere Restaurants prominent vertreten. Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Jahren, vor allem mit dem großen Brand Relaunch 2019, die Marke und das Corporate Design auf den neuesten Stand gebracht. Aber was nutzt uns das, wenn wir in der Fläche, in den ländlichen Regionen, nicht ausreichend präsent sind? Das bremst die Entwicklung der Marke und das wollen wir in den kommenden Jahren fundamental ändern."

Kernpunkte: Produktqualität und Partner-Management

Schepers führt zwei wichtige Punkte an, worin sich KFC von der Konkurrenz absetzen soll. Zum einen sieht er die KFC Gerichte als vielfältiger und hochwertiger als bei der Konkurrenz an. Als Beleg zitiert er eine Umfrage der Forschungsgruppe gdp, nach der 74 Prozent im August KFC als den Ort genannt haben, an dem das Chicken am besten schmeckt. Dazu sollen Neuentwicklungen wie ein veganer "Chicken"-Burger neue Kundengruppen ansprechen.

Als zweiten wichtigen Baustein im Wachstumskonzept nennt der General Manager innovative Konzepte und attraktivere Konditionen sowohl für Franchisepartner als auch für Neueinsteiger und Investoren. "Wir betreuen und fördern potenzielle Franchise- und Immobilienpartner, die die notwendigen Voraussetzungen mitbringen, intensiver und systematischer als viele unserer Mitbewerber, so dass wir maßgeschneidert auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und Behördenwünsche eingehen können." Derzeit gebe es nur zwei KFC Restaurants pro 1 Million Einwohner in Deutschland. In anderen Ländern seien es mehr als 15 Restaurants. Dabei sei der Umsatz pro KFC Restaurant in Deutschland mit 1,6 Mio. Euro höher als in diesen Ländern. "Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass die langfristigen Wachstumsmöglichkeiten für KFC Partner signifikant höher sind, als die bei anderen Anbietern", ergänzt Schepers.

Robust auch in Corona-Zeiten

Die Coronakrise zeige, wie widerstandsfähig das Geschäftsmodell sei: "KFC konnte im Frühjahr sogar teilweise neue Stellen schaffen. Wir haben in kürzester Zeit verschiedene Formen von Lieferservices und Drive-Schalter-Angeboten etabliert. Gerade in Zeiten wie diesen steht Sicherheit als Investitionsfaktor wieder deutlich höher im Kurs als noch vor Jahresfrist", bekräftigt der Manager.

Zahlen aus dem CREST-Panel der npdgroup bestätigten dies: So war KFC im Juli das erste und einzige Unernehmen der Systemgastronomie, das eine bessere Vorjahres-Entwicklung (+3,2 %) als die Mitbewerber im QSR-Markt auf vergleichbarer Fläche vorweisen konnte. Auch im August 2020 war KFC die einzige Marke mit einer besseren Vorjahresentwicklung als die Mitbewerber im QSR-Markt auf vergleichbarer Fläche mit +2,1 Prozent.
Über KFC in Deutschland
KFC ist seit 1968 in Deutschland vertreten. Seit 2010 stieg die Zahl der Restaurants in Deutschland auf über 170 Filialen bundesweitKFC ist Teil der Yum! Restaurants International Ltd. & Co. KGKFC erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 in Deutschland einen Netto-Umsatz von 268,0 Mio. Euro. Inzwischen werden 100 Prozent der deutschen KFC Restaurants von Franchisepartnern geführt. Das ist Teil der ambitionierten Wachstumsstrategie: In den kommenden Jahren will KFC in Deutschland die Zahl der Restaurants auf 500 und den Umsatz auf mehr als 1 Mrd. Euro steigern.



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