Knack-Frisch GmbH

Vorbild für aktive Inklusion

V.l.n.r. Frank Thomas und Chris Podavka von der knack-frisch GmbH mit Christian Müller, Geschäftsführer der SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH
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V.l.n.r. Frank Thomas und Chris Podavka von der knack-frisch GmbH mit Christian Müller, Geschäftsführer der SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH

Wer zum Essen oder zum Vorstellungsgespräch ins Bistro der Knack-Frisch GmbH kommt, sieht sofort, wer was wie zum Mittagessen zubereitet. Die Küche des inklusiven Cateringbetriebes im neuen zentralen Gebäude ist nur durch eine Glasscheibe von den Gästen getrennt.

Seit 25 Jahren versorgt das Team von Knack-Frisch Schulen, Kitas, Altenheime, Unternehmen und Einzelkunden in der Region Dresden mit frischem Essen auf Rädern. Mit einem durch die SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft finanziell geförderten Neubau konnte nun eine neue Zentralküche in Betrieb genommen werden. Prokurist Chris Podavka: "Waren bisher die Mitarbeiter auf zwei Küchen in Pirna verteilt, haben wir jetzt erstmals das gesamte Team vor Ort – und auch nur noch auf einer Ebene."

Der Neubau mit eigenem Bistro für Mitarbeiter und externe Gäste.
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Der Neubau mit eigenem Bistro für Mitarbeiter und externe Gäste.
Rund 2,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in den Neubau investiert. Damit kann die über die vergangenen (Vor-Corona-) Jahre gestiegene Nachfrage durch modernste Produktionsmethoden und Logistik besser bedient werden, das Team kann mit frischen Produkten am Ball bleiben. "Mit den Möglichkeiten am neuen Standort können wir weiter in diese Richtung arbeiten. Unter Regie unseres Küchenleiters Nino Stagge ist das Geschäft in der Küche effektiver geworden und wir können täglich eine große Auswahl an Essen vorhalten", fährt Chris Podavka fort. Selbst der steigende Bedarf an Allergie- und Sonderkost kann nun besser ins Angebot integriert werden. "Ein leckeres, gesundes Gericht zu fairen Preisen anzubieten, ist ein Riesenspagat", betont Knack-Frisch-Geschäftsführer Frank Thomas.

V.l.: Küchenleiter Nino Stagge im Gespräch mit Chris Podavka und Frank Thomas
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V.l.: Küchenleiter Nino Stagge im Gespräch mit Chris Podavka und Frank Thomas
Die Knack-Frisch GmbH wurde ursprünglich aus der Lebenshilfe ausgegründet und beschäftigt inzwischen 65 Mitarbeiter. "Wir wollen mit attraktiven Arbeitsstandards eine gute Mitarbeiterbindung in der Region erzeugen", erklärt Frank Thomas. "Auch wenn die Mitarbeiter erst skeptisch waren, hinter einer großen Glasscheibe zu arbeiten, nehmen sie diese inzwischen fast nicht mehr wahr. Für potenzielle zukünftige Mitarbeiter ist dies aber eine großartige Gelegenheit, einen Blick in die Küche und auf die Arbeitsbedingungen zu werfen."

Das neue Gebäude wurde bereits vor einem Jahr still und leise in der Corona-Pandemie in Betrieb genommen. "Das war vielleicht auch nicht so verkehrt, so konnten wir die Portionen von etwa 1.000 Essen am Tag peu à peu steigern und auch die Arbeitsabläufe entsprechend anpassen, so dass wir jetzt ohne Probleme über 3.000 Essen am Tag schaffen".

Vor drei Monaten hat das hauseigene Bistro geöffnet, zunächst nur angekündigt per Banner am Zaun. "Inklusion und Integration werden bei uns nicht erst jetzt großgeschrieben. So konnten sich die Mitarbeiter auch hier erst einmal einarbeiten". Die Nachfrage erweist sich jedoch als größer als erwartet. Am Tresen haben sich zuweilen Schlangen gebildet. "Das Bistro bietet täglich fünf Auswahlessen an. Wir sind froh, dass unsere Mitarbeiter hier gut angekommen sind und freuen uns, dass wir nicht nur im Bistro so gut angenommen werden", resümieren Frank Thomas und Chris Podavka. "Weitere Küchenhelfer aus dem Inklusionsbereich sind uns herzlich willkommen, sie bekommen bei uns die bestmögliche Eingliederung ins Geschehen." 

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