Kochhaus GmbH

Kochhaus ist insolvent

Die erste Kochhaus-Filiale in Berlin-Schöneberg eröffnete 2010.
Kochhaus GmbH
Die erste Kochhaus-Filiale in Berlin-Schöneberg eröffnete 2010.

Das Einzelhandels-Unternehmen Kochhaus versteht seine Filialen als „begehbare Kochbücher“, in denen Kunden vorportionierte Lebensmittel zusammen mit den entsprechenden Kochrezepten kaufen können. Nun ist die GmbH insolvent.

Die Berliner Firma Kochhaus hat beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet. In einer Stellungnahme gibt Kochhaus an, dass man auf eine Restrukturierung mit beteiligten Banken und einem neuen Investor hinarbeite, die Zeit jedoch nicht ausgereicht habe, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Läden sollen weitergeführt werden



Laut eigener Aussage will das Unternehmen seine Läden dennoch erhalten, der Geschäftsbetrieb werde an allen Standorten und mit allen Mitarbeitern weitergeführt. Die Kochhaus GmbH verfüge nun über den notwendigen zeitlichen Freiraum, um den Sanierungsprozess im Interesse seiner Gläubiger, Kunden und Mitarbeiter zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Die Löhne der insgesamt 190 Mitarbeiter sollen durch das Insolvenzgeld vorfinanziert werden.

Nach Rezepten sortiert

Kochhaus ging 2010 mit seiner ersten Filiale in Berlin-Schöneberg an den Start. Heute hat das Unternehmen insgesamt neun Läden in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München. Hier werden Lebensmittel nicht nach Warengruppen, sondern nach Rezepten sortiert angeboten. In den Kochboxen finden Kunden die Zutaten auf das beiliegende Rezept angepasst portioniert, die rund 18 angebotenen Rezepte im Geschäft wechseln wöchentlich. 2012 erhielt Kochhaus den Deutschen Gründerpreis, mittlerweile setzen digitale Konkurrenten wie HelloFresh das Unternehmen unter Druck. Zwar sind auch Kochhaus-Kochboxen online erhältlich, Herzstück des Geschäftsmodels war bisher jedoch der stationäre Handel.



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