Kofler & Kompanie

5 Fragen zur Insolvenz-Zwischenbilanz an KP Kofler

Anfang Juli wurde bekannt, dass das Deutschlandgeschäft der Kofler & Kompanie GmbH sich in Planinsolvenz befindet. Klaus-Peter Kofler, Gründer und CEO, gibt Einblicke in den Stand der Entwicklungen.
Kofler&Kompanie/Georg Roske
Anfang Juli wurde bekannt, dass das Deutschlandgeschäft der Kofler & Kompanie GmbH sich in Planinsolvenz befindet. Klaus-Peter Kofler, Gründer und CEO, gibt Einblicke in den Stand der Entwicklungen.

Im Planinsolvenzverfahren der Kofler & Kompanie GmbH für den Ländermarkt Deutschland sieht es so aus, als könnte das Verfahren noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Mit Unterstützung von Sanierungsexperten setzen Klaus-Peter Kofler und Managing Director Konstantina Dagianta peu à peu die Neuausrichtungsmaßnahmen um. „Der erste Schritt für uns ist, das Restrukturierungsverfahren zügig hinter uns zu lassen“, kündigte Gründer und CEO Klaus-Peter Kofler im letzten Interview mit Redaktion FOOD SERVICE an. Nun zieht er eine Zwischenbilanz.


FOOD SERVICE: Für die Neuausrichtung zur Abwendung der Insolvenz haben Sie sich ein Zeitfenster von sechs Monaten gesetzt. Ist das Zeitlimit haltbar und läuft das Planinsolvenzverfahren für Sie wie erwartet?


KP Kofler:
In der mit unseren Beratern aufgestellten Planung sind wir aktuell weiter als ursprünglich gedacht. Wir gehen davon aus, das Verfahren noch in diesem Jahr abzuschließen.

Wie läuft die Geschäfts- bzw. Umsatzentwicklung bei Kofler & Kompanie im Ländermarkt Deutschland? Performen die einzelnen Kofler-Zukunftsmärkte Premium-Event-Catering, Locations und das Airport-Lounge-Business in etwa einheitlich?

Aktuell sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden. Die Umsätze in allen drei Bereichen liegen innerhalb unserer Prognosen und wir haben auch Neugeschäft im Bereich Event-Catering hinzugewinnen können.

Welche der angepeilten Veränderungsmaßnahmen haben Sie bereits umgesetzt?

Wir sind aktuell noch dabei das zu finalisieren. Das nimmt Zeit in Anspruch. Details zum Maßnahmenkatalog werden wir dann zunächst mit allen Verfahrensbeteiligten abstimmen, bevor wir uns öffentlich dazu äußern.

Gemeinsam mit Managing Director Konstantina Dagianta leiten Sie persönlich den Restrukturierungsprozess des Catering- und Gastronomie-Geschäftes hierzulande: Welchen Herausforderungen müssen Sie sich stellen?

Für das Restrukturierungsverfahren steht uns die renommierte Wirtschaftskanzlei Baker Tilly mit Rat und Tat zur Seite. Allgemein kann man sagen, dass der Prozess mit viel Kommunikation, Erklären und Austausch auf allen Stakeholder-Ebenen verbunden ist. Wir sind dabei, unser Geschäftsmodell in Deutschland zu optimieren, damit wir für die Zukunft stabil da stehen.

Sind durch die Insolvenzgefahr im Ländermarkt Deutschland möglicherweise Koflers Image und Marke derart beschädigt, dass Kunden sich abwenden oder wird andererseits vielmehr honoriert, dass sich hier eine Company neu positioniert, um sich aus der Krisensituation zu befreien?

Letzteres ist der Fall. Langjährige Kunden und Geschäftspartner halten uns die Treue und unterstützen uns, wir erhalten das Feedback, dass die Marke Kofler & Kompanie weiter geschätzt wird und konnten auch bereits einige wesentliche Neubeauftragungen verbuchen.

Herr Kofler, wir danken für das Gespräch und wünschen gutes Gelingen!

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