Kofler & Kompanie

Planinsolvenz des Deutschland-Geschäfts

Klaus-Peter Kofler, Gründer und CEO, leitet gemeinsam mit Managing Director Konstantina Dagianta die Neuausrichtung.
Kofler & Kompanie
Klaus-Peter Kofler, Gründer und CEO, leitet gemeinsam mit Managing Director Konstantina Dagianta die Neuausrichtung.

Die Kofler & Kompanie GmbH befindet sich für den Ländermarkt Deutschland im Planinsolvenzverfahren. Mit Unterstützung von Sanierungsexperten will der Anbieter von Premium-Catering-Dienstleistungen die Restrukturierung des Catering- und Gastronomiegeschäftes hierzulande selbst in die Hand nehmen. Begründet werden die Schwierigkeiten im deutschen Markt mit dem Wegfall von Großaufträgen und dem steigenden Wettbewerbs- und Margendruck vor allem im Event-Catering.

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"Die Kofler & Kompanie GmbH setzt ihre Restrukturierung im Eigenverwaltungsverfahren fort, um das Catering- und Gastronomie-Geschäft in Deutschland nachhaltig neu auszurichten", heißt es in der offiziellem Bekanntgabe des deutschen Unternehmenszweiges mit Sitz in Berlin. "Wir planen das gesamte Verfahren in sechs Monaten abzuschließen", so Gründer und CEO Klaus-Peter Kofler. Die Auslandsgesellschaften in den acht Ländern, in denen die Kofler Group ansonsten tätig ist, arbeiteten nach wie vor sehr erfolgreich und seien von den Maßnahmen in Deutschland nicht betroffen, betont er.

Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter

Der Verwaltungsrat der schweizerischen Kofler Group hat dem deutschen Unternehmen seine volle Unterstützung für den eingeschlagenen Restrukturierungskurs zugesagt. Der Geschäftsbetrieb soll unverändert fortgeführt werden und auch alle gebuchten sowie zukünftigen Catering-Aufträge seien durch den Schritt in die Eigenverwaltung nicht gefährdet, heißt es. Die Maßnahme der Restrukturierung wird begründet durch: weggefallene Großaufträge einerseits sowie steigender Wettbewerbs- und Margendruck vor allem im Event-Catering andererseits. CEO Klaus-Peter Kofler und Managing Director Konstantina Dagianta werden die Neuausrichtung persönlich leiten. Im Mittelpunkt solle die Fokussierung auf die profitablen Bereiche Premium-Event-Catering, Locations und Airport-Lounge-Business stehen, so die Ankündigung.

"Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat der Kofler Group in der Schweiz, haben wir uns dazu entschlossen, das seit längerer Zeit defizitäre deutsche Catering- und Gastronomiegeschäft in Eigenverwaltung weiter zu restrukturieren, für die Zukunft neu auszurichten und wieder nachhaltig profitabel zu machen", sagt Gründer und CEO KP Kofler. "Die Geschäftsführung steht voll hinter dem Beschluss des Verwaltungsrates und hat bereits damit begonnen, das abgestimmte Konzept umzusetzen. Bei allen Maßnahmen steht für uns im Mittelpunkt, das Geschäft ohne jedwede Einschränkung für unsere Kunden fortzuführen".

Die (vorläufige) Eigenverwaltung ermöglicht dem Unternehmen sich im Planinsolvenzverfahren durchgehend selbst zu restrukturieren. Unterstützt wird Kofler während dieser Phase durch den Sanierungsexperten Dr. Adrian Bölingen von der Wirtschaftskanzlei Baker Tilly, der schon zahlreiche Unternehmen in diesem Prozess begleitet hat.

Fachliche Unterstützung

Als vorläufigen Sachverwalter und zur Kontrolle der Geschäftsführung stellt das Gericht dem Unternehmen Dr. Philipp Hackländer aus der Kanzlei White & Case zur Seite. Hackländer hat seine Unterstützung für den eingeschlagenen Restrukturierungskurs in Eigenverwaltung bereits zugesagt.


Über Kofler & Kompanie
Deutscher Markt: Der deutsche Premium-Caterer Kofler & Kompanie, 1991 von Klaus-Peter Kofler gegründet, betreibt exklusive Eventlocations, Restaurants und Cafés und ist deutschlandweit mit Units an fünf Standorten vertreten. Nach aktuellen Angaben betrug der Nettoumsatz von Kofler & Kompanie in Deutschland 2018 25 Mio. Euro; bereinigt um die Umsätze des letzten Pret a Diner und des Airport Club Frankfurt.

Weitere Länder-Marken der Gruppe: Alle Marken sind unter dem Dach der Kofler Group gebündelt. Als einer der wenigen Caterer ist der Hospitality-Anbieter in der Lage, weltweit große Events mit vielen tausend Gästen kulinarisch zu betreuen. Die Expertise in puncto Großevents, etwa Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele, erleichtert die Bewältigung der logistischen Herausforderungen. Mit der Marke Pret a Diner ist die Gruppe einer der Vorreiter im Pop-up-Gastro-Geschäft. In Großbritannien agiert die Company als Kofler UK. Dazu gehören der Startup-Fonds White Rabbit Fund, der Food-Entrepreneure bei der Expansion berät und fördert, sowie der Premium-Catering-Anbieter Mustard Catering aus London. Über die Tochter Gourmet Sports Hospitality wickelt das Unternehmen weltweit große Sport- und Kulturevents: unter anderem in Brasilien, Russland und der Schweiz. Auf dem asiatischen Markt firmiert das Unternehmen als Kofler China und Kofler Japan. Mit der Betreuung des Stadions Benfica (Estadio da Luz) in Lissabon im August 2018 wurde zudem Kofler Portugal etabliert.
"Vom deutschen Premium-Cateringunternehmen haben wir uns zu einer vielseitigen und internationalen Hospitality-Marke mit Niederlassungen in Deutschland, Schweiz, Portugal, UK, China, Japan, Russland und Brasilien entwickelt", konstatiert Klaus-Peter Kofler, Gründer und CEO.


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