Kolumne Dr. Steffen Schwarz

Cold Brew und Nitro Coffee

Dr. Steffen Schwarz, Coffee Consulate
Luca Siermann
Dr. Steffen Schwarz, Coffee Consulate

Mit dem Trendgetränk Cold Brew Coffee, kalt aufgebrühtem Kaffee, tauchte auch eine neuartige Zubereitungsform auf: die Nitrogenisierung. Was es damit auf sich hat, erklärt Dr. Steffen Schwarz, Inhaber von Coffee Insulate in Mannheim. Seine Kolumne erscheint regelmäßig in der foodservice (zum E-Paper).

Das Verfahren ist bereits lange bekannt durch die irische Brauerei Guinness. Beim Zapfen wird dem Bier Stickstoff zugeführt, was zu einem cremigeren und haltbareren Schaum führt als bei klassischem Bier. Ein ähnliches Ergebnis erhält man auch, wenn Cold Brew mit Stickstoff versetzt wird. Dafür gibt es bereits verschiedene Auftisch-Geräte auf dem Markt bzw. auch Stickstoffkapseln für Aufschäumgeräte.

Der sogenannte Nitro Coffee schmeckt pur oder auf Eiswürfeln und kann als Basis für Mixgetränke dienen, wie natürlich auch ein klassischer Cold Brew. Er passt zu (gesüßter) Milch oder auch Eiscreme, kann aber genauso gut mit einem qualitativ hochwertigen Tonic Water vermengt werden. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.


In Thailand beispielsweise befindet sich eine Zapfbar, die sich auf Nitro-Getränke spezialisiert hat. Aufgeschäumt werden klassische Softgetränke oder Limonade aus Kaffeekirschen, verschiedene Tees und natürlich auch Cold Brew. Im Gedächtnis blieb mir ein Getränk, das von oben betrachtet wie ein Spiegelei aussieht. Darin enthalten: Nitro Coffee, Milch und Milchschaum sowie ein etwas festerer Schaum aus Papaya, den der Barista mit einer Pinzette obenauf mittig drapierte.

Diese Kolumne erschien zuerst in der Juli/August-Ausgabe der foodservice (E-Paper). Kein Abo? Hier Probe-Abo bestellen.


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