Konsum

Deutsche zahlen Kleinbeträge bar

Trotz anderweitiger Optionen: Auch beim Brötchenkauf ist Barzahlung weiter beliebt.
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Trotz anderweitiger Optionen: Auch beim Brötchenkauf ist Barzahlung weiter beliebt.

Studie der Deutschen Bundesbank untersucht Bezahlverhalten vor dem Hintergrund steigender digitaler Optionen.

Der steigende Einkauf online befördert zwar das digitale Bezahlen, doch beim Einkauf und Konsum vor Ort wird häufig weiter bar bezahlt, vor allem bei kleineren Beträgen, wie sie auch in einer Bäckerei häufig anfallen. Dies geht aus der Studie "Zahlungsverhalten in Deutschland 2021" der Deutschen Bundesbank mit Sitz in Frankfurt am Main hervor. Das gelte auch trotz des gestiegenen Hygienebewusstseins in der Coronapandemie.

An der telefonischen Befragung beteiligten sich 4200 Erwachsene, die drei Tage lang ein Tagebuch über alle ihre Ausgaben führen mussten. Das Ergebnis: 57,8 Prozent der Waren- und Dienstleistungskäufe wurden bar bezahlt.

Bargeld dominierte vor allem bei Kleinbeträgen: Es diente laut Studie bei 82 Prozent der Einkäufe unter 5 Euro und 67 Prozent der Einkäufe zwischen 5 und 20 Euro als Zahlungsmittel. Bei Beträgen zwischen 100 und 500 Euro waren es lediglich 24 Prozent.

Digitales Bezahlen bei höheren Beträgen bevorzugt

Debitkarten (dabei überwiegend Girocards) kamen auf 22,6 Prozent der Transaktionen, Kreditkarten auf 6,2 Prozent. Spezielle Internetbezahlverfahren (meist Paypal) kamen auf 5 Prozent aller Bezahlvorgänge insgesamt. Per Smartphone wurden laut Selbstauskünften 2,1 Prozent aller Transaktionen bezahlt – mit Apple Pay als meistgenutztem Mobile-Payment-System.

Da digital häufig teurere Einkäufe getätigt werden, ist der Anteil am Umsatz naturgemäß höher: Debitkarten 29,9 Prozent, Kreditkarten 10,4 Prozent, Mobile Payment 1,6 Prozent, Paypal 6,0 Prozent und andere Internetbezahlverfahren 1,6 Prozent. Der Anteil der Barzahlung am Umsatz beträgt laut Studie 29,9 Prozent.

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