Krankenhausmarkt

Übernahme mit Hindernissen

Kai Hankeln, CEO von Asklepios (l.), Eugen Münch, Unternehmensgründer von Rhön Klinikum.
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Kai Hankeln, CEO von Asklepios (l.), Eugen Münch, Unternehmensgründer von Rhön Klinikum.

Unternehmensgründer Eugen Münch (Rhön-Klinikum) und die Klinikkette Asklepios bündelten Anfang März ihre Anteile von zusammen fast 50 Prozent an der Rhön-Klinikum AG in einem Joint Venture. Gemeinsam streben die Partner nach Abschluss der Transaktion die Mehrheit der Stimmrechte an der Rhön-Klinikum AG an. Jetzt regt sich Widerstand von Rhön-Mehrheitsaktionär Ludwig Georg Braun.

Asklepios und der Medizintechnikhersteller B. Braun waren vor einigen Jahren bei Rhön eingestiegen, um einen Verkauf an den Gesundheitskonzern Fresenius (Helios) zu verhindern. Braun hält 25,23 Prozent der Rhön-Aktien und hätte damit eine Sperrminorität.

Aktuell hat Braun einen Forderungskatalog aufgestellt, den Asklepios als "maßlos" ablehnt. Münchs Idee: "Wir bündeln unsere Kräfte mit dem gemeinsamen Ziel, unsere Vision für die Gesundheitsversorgung in Deutschland unter dem Dach einer Gruppe Asklepios/Rhön zu verwirklichen." Damit entstünde nach Helios der zweitgrößte Klinikkonzern Deutschlands. Dr. Bernard große Broermann, Gründer und Alleingesellschafter von Asklepios: "Die Vereinbarung ist ein Meilenstein für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland". Wie die Pattsituation unter den Rhön-Aktionären aufgelöst werden soll, bleibt unklar. 
Über Asklepios | Rhön

Die Asklepios Kliniken zählen zu den führenden privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Aktuell verfügt der Konzern bundesweit über rund 160 Gesundheitseinrichtungen. Dazu zählen Akutkrankenhäuser aller Versorgungsstufen, Fachkliniken, psychiatrische und forensische Einrichtungen, Rehakliniken, Pflegeheime und Medizinische Versorgungszentren. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 2,3 Mio. Patienten in Einrichtungen des Asklepios Konzerns behandelt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 47.000 Mitarbeiter. 
Die Rhön-Klinikum AG zählt zu den größten Gesundheitsdienstleistern in Deutschland. An den fünf Standorten Zentralklinik Bad Berka, Campus Bad Neustadt, Klinikum Frankfurt (Oder), Universitätsklinikum Gießen und Universitätsklinikum Marburg (UKGM) werden jährlich über 860.000 Patienten behandelt. Mehr als 18.000 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.


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