Kurdisch-türkische Fast-Casual-Formel

Ein Haus für alle

Leckeres aus dem Orient kommt im Bona'me auf den Tisch
Bona'me
Leckeres aus dem Orient kommt im Bona'me auf den Tisch

Alle reden von Integration – im Bona‘me ist das Miteinander verschiedener Kulturen längst friedlich-fröhliche Realität. Im Hamburger Ableger der stehen seit seinem Opening Anfang Februar 2017 die Gäste tagtäglich Schlange.



‚Bona‘me‘ heisst ‚unser Haus‘ in der deutschen Übersetzung, und so einladend der Name klingt, so gastfreundlich ist er auch gemeint. „Wir versuchen, mit unseren Restaurants, unserem Verständnis von Gastronomie auch ein Stück Integration zu schaffen“, erklärt die studierte Politikwissenschaftlerin Yasemin Dogan.

Futter
Bona'me
Futter
2009 hat sie zusammen mit ihren Brüdern Hüseyin und Ceyhun das Unternehmen in Köln gegründet.

Im Hamburger Bona‘me treffen sich allein zur Mittagszeit im Durchschnitt gut 400 Gäste, um an langen, schweren Holztischen das Gewusel umherlaufender Tablettträger zu genießen, das Feeling von orientalischer Exotik in moderner, lässiger Verpackung.

Bona'me: Kurdisch-türkisches Fast Casual Food




Kulinarisch dreht sich auf knapp 500 qm (plus 150 qm Nebenfläche) alles um gehobene türkisch-kurdische Gerichte mit viel Gemüse, zubereitet in der offenen Show-Küche entlang der rechten Gastraumseite. Das Angebot ist umfangreich: Auf der Karte stehen Spezialitäten wie Pide (oval geformte Mini-Pizzen), Manti (hausgemachte kleine Teigtaschen mit Weißkäse), Ciftlik Sac (Gemüse auf Fladenbrot), Beytis (Hackfleischbällchen, gerollt in dünnem Fladenbrot, dazu Yoghurtsauce), Meze (Vorspeisen), Reisgerichte mit Seafood oder Fleisch-Toppings vom Grill.

Start in Hamburg 2/2017
Adresse: Burchardtstr. 17, 20095 Hamburg
Anzahl Sitzplätze: 220, plus 100 Terrassenplätze
Umsatz 2/17-1/18: 3,65 Mio. € (brutto)

Weitere Standorte: Köln (Rheinauhafen und Köln-Deutz), Aachen
Gesamtumsatz           rd. 10 Mio. € (brutto)
In Planung: Düsseldorf, München



Portioniert wird reichlich, was die Preise - kein Hauptgericht kostet mehr als 9,90 € - noch attraktiver erscheinen lässt. An der separaten Bar sind neben der klassischen Auswahl an Heiß- und Kaltgetränken, Wein und Bier auch orientalische Spezialitäten zu haben wie z. B. Sherbet (türkische Limonade) sowie Tees (Cay), frisch aufgebrüht und serviert in stilvollen Kupferkannen.

Das Ordering funktioniert nach dem Fast-Casual-Prinzip im Selfservice am Counter per Beeper und Chipkarte.

Indoor bekommen Look & Feel durch bunte Wandfliesen, Kissen auf den Fensterbänken plus zahlreiche kupferfarbene Metallakzente einen Touch von Tausend und einer Nacht.

Bis dato war das Expansionstempo eher gemächlich – erst vier Jahre nach Eröffnung des Pilotbetriebes im Kölner Rheinauhafen folgte 2013 der erste Ableger in Köln-Deutz. Im März 2015 wagte das Quartett den Step nach Aachen und schließlich, wieder knapp zwei Jahre später, den Sprung in die aus rheinländischer Sicht ferne Hansestadt. „Für uns eine absolut neue Erfahrung: Zum ersten Mal überlassen wir einem Betriebsleiter die Führung, müssen lernen, Verantwortung abzugeben.“

Doch der Erfolg an der Elbe rechtfertigt das Vertrauen. Statt der kalkulierten 3 Mio. € (brutto) standen nach zwölf Monaten 3,65 Mio. € Umsatz unter dem Strich. „Wir sind überwältigt von Hamburg und den Hamburgern!“ freut sich Yasemin. „Unsere Planungen wurden deutlich übertroffen.“



stats