Goldene Palme national

Bar Shuka aus Frankfurt gewinnt Leaders Club Award

Die Gewinner und die Nominierten des nationalen Leaders Club Awards 2019.
Leaders Club
Die Gewinner und die Nominierten des nationalen Leaders Club Awards 2019.

Der Name ist irreführend - die Bar Shuka im Frankfurter Bahnhofsviertel ist keine einfache Bar, sondern ein Top-Restaurant. Um genau zu sein, es handelt sich hier um ein Levante-Küchen-Konzept der beiden Brüder James und David Ardinast. Sie gewannen den diesjährigen nationalen Preis des Leaders Club als bestes und innovativstes Konzept in Deutschland.

Die Verleihung im Europa Park Rust endete in einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Neben der Bar Shuka war auch das Münchner Konzept Enter the Dragon in der Favoritenrolle. Doch am Ende entschieden die 350 geladenen Gäste sich für die beiden Ardinast-Brüder.

Leaders Club Award Sieger National: Bar Shuka zelebriert Aromen der Levante



Bereits am Vortag wurde das Konzept Glorious Bastards mit dem Internationalen Leaders Club Award ausgezeichnet. Hinter der Marke steht die Soulkitchen-Gruppe mit Sitz in Salzburg. Der kreative Kopf und Gründer Heiner Raschhofer hat zwei Locations in Linz und Salzburg - am kommenden Montag wird die dritte mit der Ausrichtung "The Butcher, The Baker and The Brewer" in Innsbruck eröffnet.

Die Bar Shuka hingegen zelebriert die Speisen und Aromen Tel Avivs, arabische Gerichte und kulinarische Moden. Aromen aus aller Welt treffen hier bei den Ardinasts auf regionale Zutaten. Entwickelt wurden die Gerichte von Küchenchef Stephan Kaiser gemeinsam mit dem israelischen Spitzenkoch und Gastronomen Yossi "Papi" Elad. Das Motto: "All you need is Chuzpe. Je bunter desto besser".

Nach dem Abitur suchten die beiden Brüder zunächst das Weite: James in Boston, dort machte er einen Bachelor in Hospitality Administration – eigentlich zufällig, weil der BWL-Studiengang schon belegt war. David zog es nach London, er arbeitete lieber als Barkeeper, statt zu studieren. Schließlich entschied er sich für eine Ausbildung zum Werbekaufmann in Berlin. Rund zehn Jahre hatten die Brüder wenig miteinander zu tun, doch dann eröffneten sie Ende 2002 ihr erstes eigenes Restaurant, die Ima Multibar.
Die Nominierten
Bar Shuka, Frankfurt am Main; Drilling, Hamburg; Enter the Dragon, München; Das Lebendige Haus mit Eventraum Felix, Leipzig; Garage, Mattighofen/Österreich; Werksviertel-Mitte, München
Gelegen war diese in einer etwas dunklen Seitenstraße parallel zur Frankfurter Freßgass' mitten in der Innenstadt - heute ist vom mexikanischen Konzept, das ihre Mutter damals anregte, außer ein paar adaptierten Tacos und Burritos nicht mehr viel übrig geblieben. Hoummus, Kebab, gegrillte Aubergine und pikante Fischvariationen stehen in der Bar Shuka auf der Karte – alles selbstredend hausgemacht.

Die Ardinasts engagieren sich - sie sehen Gastronomie auch als Hebel dazu, gesellschaftliche Bruchstellen zu kitten. Sie sind nicht nur im Dehoga-Landesverband aktiv oder machen mit bei der Bahnhofsviertelnacht, zu der einmal im Jahr rund 35.000 Menschen in das Viertel pilgern. Nach dem Motto "Wer zusammen isst, der erschießt sich nicht" ist den beiden das Thema der Völkerverständigung wichtig.

Es ist für sie ein klares Statement, dass sie in ihrem Restaurant in großen Neon-Schriftzügen das Wort Freundschaft stehen haben - und zwar in hebräisch und in arabisch.

Silberne und Bronzene Palme

Auf die Plätze zwei und drei kamen das asiatische Restaurant-Bar-Club-Konzept Enter the Dragon aus München und die Werksviertel-Mitte, ebenfalls in München.


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