Leaders Club Deutschland

Kampf um Happy End

Die neue Kampagne #OhneGastroKeinHappyEnd setzt auf einen breiten Mitmacheffekt. Alle Plakate können auf der Website www.ohnegastrokeinhappyend.de heruntergeladen werden.
Leaders Club Deutschland
Die neue Kampagne #OhneGastroKeinHappyEnd setzt auf einen breiten Mitmacheffekt. Alle Plakate können auf der Website www.ohnegastrokeinhappyend.de heruntergeladen werden.

Der Leaders Club Deutschland ruft in einem eindringlichen Appell zur Teilnahme an der just gestarteten Kampagne #OhneGastroKeinHappyEnd auf und fordert weitere finanzielle Hilfen von der Bundesregierung.

Um zu verhindern, dass Restaurants, Cafés und Bars aus dem Stadtbild verschwinden, benötigt die Gastronomie in der Corona-Krise endlich ein Rettungspaket, das auf die besonderen Bedürfnisse der Branche zugeschnitten ist, fordert der Leaders Club Deutschland in einem eindringlichen Appell an die Politik.
Zu diesem Zweck setzt die neue Kampagne #OhneGastroKeinHappyEnd auf einen breiten Mitmacheffekt. Patrick Rüther, Vorstandsvorsitzender des Leaders Clubs, ruft alle Gastronomen und ihre Gäste auf, sich zu beteiligen: "Wir brauchen euch, um politischen Druck aufzubauen! Jeder, der die Motive der Kampagne postet, ist für uns ein Lobbyist in Berlin. Ladet die Plakate herunter, hängt sie in euren Läden auf, verbreitet die Posts in euren Netzwerken, nutzt den Hashtag, erzählt auf Social Media von euren Happy Ends, die es ohne Gastronomie niemals gegeben hätte. Damit es auch für unsere Branche bald ein gutes Ende der Krise gibt." 

Alle Materialien können auf der Website www.ohnegastrokeinhappyend.de heruntergeladen und genutzt werden. Im Juli sind die Motive außerdem auf Werbeflächen der Wall GmbH in Hamburg zu sehen, die das Unternehmen kostenlos zur Verfügung stellt.

Leaders Club Deutschland: Plakat-Kampagne soll aufrütteln



"Mitarbeitern droht Armut", so der Leaders Club. "Denn derzeit können trotz der bisher zugesagten finanziellen Unterstützung immer weniger Gastwirte in Deutschland auf ein Happy End für ihre Betriebe hoffen." Die Wahrheit sei, dass die Hilfen nicht ausreichen. Soforthilfen wie die Zahlung von Kurzarbeitergeld waren ein erster Schritt, ihnen müssten jetzt aber dringend fundamentale und dauerhafte Maßnahmen folgen", so Rüther.

Konkrete Forderungen

"Um auch morgen noch Menschen zu finden, die in der Gastronomie arbeiten wollen, muss das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent erhöht werden. Wer aktuell bei ausbleibenden Trinkgeldern von gerade mal 60 Prozent seines Gehaltes leben muss, wird an die Armutsgrenze gedrängt. Dies betrifft übrigens – anders als in der Automobilindustrie – überproportional viele Frauen, darunter besonders alleinerziehende Mütter", heißt es weiter im Schreiben des Leaders Clubs.

Auch die Bereitstellung von Krediten als Hilfen in der Corona-Krise verlagere die Not der Branche nur in die Zukunft, so Rüther weiter. Eine Mehrwertsteuersenkung sei nur auf Dauer und für alle Produkte, also auch Getränke, sinnvoll. "Denn wenn die Gäste in den kommenden Monaten weiterhin nur sehr zögerlich zurückkehren, wird der erhoffte Entlastungseffekt für die Gastronomen verpuffen."

Betroffen sei nicht nur das Gastgewerbe mit seinen 220.000 Betrieben und 2,4 Mio. Mitarbeitern. "Stirbt die Gastronomie, sind weitere Industriezweige wie Getränkehersteller, Landwirte sowie zahlreiche Dienstleister ebenfalls bedroht", macht Rüther klar. "Jeder muss begreifen, dass wir es hier mit einer Kettenreaktion zu tun haben, die alle auf die eine oder andere Weise treffen wird."
Über den Leaders Club Deutschland
Der Leaders Club ist ein Netzwerk von Gastronomie-begeisterten Menschen und Unternehmen, das 2001 gegründet wurde und aktuell mehr als 320 Mitglieder aus 160 Unternehmen der Branche zählt. Ziel des Clubs ist es, Netzwerke zu bilden, Kompetenzen weiterzugeben und untereinander Hilfe anzubieten.



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