Lebensmittelverband Deutschland (LMV)

Nutri-Score – ein gesamteuropäisches Anliegen

Der Lebensmittelverband Deutschland kämpft für eine europaweit einheitliche Regelung der Nährwertkennzeichnung.
Bofrost
Der Lebensmittelverband Deutschland kämpft für eine europaweit einheitliche Regelung der Nährwertkennzeichnung.

Die Nährwertkennzeichnung Nutri-Score muss eine europäische sein. Mit dieser Forderung hat sich der Lebensmittelverband Deutschland an das Bundesernährungsministerium gewandt. Dieses Ziel soll nun auf europäischer Ministerebene angegangen werden, wie der Verband mitteilt.

Neben der rechtssicheren Verwendung in allen EU-Mitgliedstaaten sollen erforderliche Anpassungen der Berechnungsgrundlage von unabhängigen Wissenschaftlern diskutiert werden. So sollen Widersprüche zu gängigen Ernährungsempfehlungen aufgelöst werden. Diese Forderung wurde laut Lebensmittelverband sowohl durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als auch die Minister weiterer europäischer Mitgliedstaaten aufgegriffen. Anlass war ein erstes Treffen der Minster zum Nutri-Score.

Transparenz für alle

Alle Rechte in Bezug auf den Nutri-Score liegen aktuell bei der französischen Gesundheitsbehörde Santé Publique France. Nur sie kann derzeit entscheiden, welche Anliegen berücksichtigt werden und welche nicht. Um sämtliche europäischen Ernährungsgewohnheiten abzubilden, sollte die Modellhoheit an eine übergeordnete europäische Institution abgegeben werden, fordert der Lebensmittelverband Deutschland. Laut dessen Mitteilung soll dies nun mit folgenden Einrichtungen angegangen werden:
  • ein internationales Registrierungsportal der aktuellen Markenrechtsinhaberin Santé Publique France in allen Amtssprachen der beteiligten Staaten,
  • ein europäisches Sekretariat für den Nutri-Score soll der Markenrechtsinhaberin zuarbeiten,
  • über eine international koordinierte Hotline für allgemeine Fragen sollen diese für die Wirtschaft einheitlich beantwortet werden,
  • Dokumente und Informationen rund um den Nutri-Score sollen in allen europäischen Amtssprachen vorliegen

Beim nächsten Treffen der Minister im April sollen die Maßnahmen konkretisiert werden.





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