Lockerungs-Perspektive

Schwesig befürwortet "kontaktlosen Urlaub" im eigenen Bundesland

Urlaub im eigenen Bundesland soll in Mecklenburg-Vorpommern möglich sein.
IMAGO / Leo
Urlaub im eigenen Bundesland soll in Mecklenburg-Vorpommern möglich sein.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will sich für "kontaktlosen Urlaub" im eigenen Bundesland einsetzen. Ihr Pendant in Sachsen-Anhalt, Reiner Haselhoff, plädiert für ein ähnliches Modell.

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk nahm Schwesig Bezug auf die Streichung Mallorcas von der Liste der Corona-Risikogebiete. Damit ist zurzeit der Urlaub auf der Insel im Mittelmeer wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr möglich. "Dass jetzt wieder der Mallorca-Urlaub sozusagen dem Urlaub im eigenen Land aus epidemiologischen Gründen vorgezogen wird, das versteht niemand", sagte Schwesig im Deutschlandfunk. "Die gegenwärtige Lage spricht für Rostock und gegen Mallorca", betonte sie und verwies auf schlechte Erfahrungen mit Auslandsreisen in Zeiten von Corona im vergangenen Jahr.

Im Interview mit der "Bild" hatte sich zuvor auch der Ministerpräsident von Sachsen-AnhaltReiner Haseloff, für ein ähnliches Modell ausgesprochen: „Ich kann doch niemandem erklären, warum der gleiche Hausstand, der ohnehin zusammen wohnt, sich nicht mit den Kindern ins Auto setzen und in eine Ferienwohnung im eigenen Bundesland fahren darf”, sagte Haseloff zur Begründung. Trotz wieder deutlich steigender Infektionswerte sieht Sachsen-Anhalt zum Interview-Zeitpunkt am Donnerstag keinen Anlass, die jüngsten Lockerungen der Corona-Regeln zurückzunehmen - allerdings mit Verweis auf mögliche kurzfristige Anpassungen je nach Infektionsverlauf.

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